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Ein Schritt zur besseren Gesundheit

Auch im Alter am Leben teilhaben

Was ist das Besondere an den älteren Menschen von heute?
Felder: Die älteren Menschen von heute sind aktiver und agiler denn je. Sie haben eigene Interessen. Die Erhaltung der Selbständigkeit und aktive Teilhabe am öffentlichen Leben ist ihnen sehr wichtig.

Teilhabe – was ist damit gemeint?
Felder: Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist unter Teilhabe das Einbezogensein in eine Lebenssituation gemeint. Es ist wichtig, ältere Menschen in politische und wirtschaftliche Bereiche einzubeziehen. Auch geeignete Wohnungen und öffentliche Verkehrsmittel sowie kulturelle Veranstaltungen, die sich an den Interessen älterer Menschen richten, sind Grundlage für ein aktives Teilhaben.

Was verhindert die Teilhabe für ältere Menschen?
Felder: Die Teilhabe kann aber genau durch diese Bereiche  eingeschränkt werden. Wenn zum Beispiel bestimmte Veranstaltungen nicht besucht werden können, weil der Bus am Wochenende oder am Abend nicht fährt und ein Taxi zu teuer ist. Oder ein Besuch ist für ältere Menschen unmöglich, die auf Rollator angewiesen sind, weil dort kein barrierefreier Zugang vorhanden ist. Die Rahmenbedingungen in denen man lebt, sind wie man sieht entscheidend, ob ältere Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können oder nicht.

Warum ist die gesellschaftliche Teilhabe denn so zentral?
Felder: Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht Menschen und soziale Kontakte. Studien belegen, dass Menschen mit einem aktiven sozialen Leben ein weniger hohes Risiko haben, an einer Demenz zu erkranken. Weiters brauchen Menschen sinnvolle Tätigkeiten, die ihnen Bestätigung und einen Sinn im Leben geben.

Was sind Ihrer Meinung nach sinnvolle Tätigkeiten?
Felder: Das ist sehr individuell und hängt sehr von den Interessen des Einzelnen ab. Das kann zum Beispiel ein Besuch bei einem alten Bekannten sein, der sich bestimmt sehr darüber freut. Wandern, Spazieren oder andere Aktivitäten um sich fit zu halten, oder einfach um in Gesellschaft zu sein, z.B. in einer Jassrunde oder an einer Kaffeerunde teilnehmen. Auch ehrenamtliche Tätigkeiten wie zum Beispiel der Besucherdienst oder die Aktion Leihoma sind gute Möglichkeiten.

Was passiert, wenn jemand seinen Alltag als nicht so sinnvoll betrachtet?
Felder: Es ist mittlerweile klar, dass Gesundheit und Tätigsein einen engen Zusammenhang haben. Als sinnvolle Tätigkeiten gelten das Ausbauen der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, Gemeinschaften bilden und gemeinschaftliches Handeln stärken.

Was wird von den Vorarlberger Institutionen für ältere Menschen angeboten?
Felder: Oft werden von den Gemeinden oder Städten spezielle Kurse oder Veranstaltungen angeboten. Die bekannten Vereine, wie Senioren- und Pensionistenverein oder der Kneipp-Verein, haben auch das ganze Jahr hindurch Programme für ältere Menschen. Weiters gibt es auch von den einzelnen Pfarren verschiedenste Angebote. Im Bereich Bildung gibt es das Montagsforum im Kulturhaus in Dornbirn, Sprach- oder Computerkurse der Volkshochschule. Natürlich bieten auch der aks und viele andere soziale Institutionen immer wieder Verschiedenes an.

Müssen es immer Angebote einer Organisation sein?
Felder: Nein, überhaupt nicht. Natürlich bieten sich auch in unserem Alltag unzählige Möglichkeiten zum Teilhaben. Ein Einkauf auf dem Markt zum Beispiel bringt nicht nur leckere Lebensmittel, sondern auch frische Luft, Bewegung und die Möglichkeit soziale Kontakte zu pflegen.

Wer hilft einem, den ersten Schritt nach draußen zu tun?
Felder: Den ersten Schritt muss jeder selbst machen. Mit Unterstützung gelingt es manchmal besser. Darum überlegen sie sich, wen es in ihrer Umgebung gibt, der soziale Kontakte eher vermeidet. Nehmen sie ihn oder sie doch mit zur nächsten Veranstaltung, oder laden sie ihn/sie zu einem Kaffeele ein.

 

Kontakt

aks Sozialmedizin
Ambulante Neurologische Rehabilitation
Färbergasse 13
6850 Dornbirn
T 055 74 / 202 - 3000
E-Mail

 

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