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Burn Out – wenn Überlastung zum Problem wird

Was bedeutet Burn Out?
Klien: Burn Out heißt „Ausbrennen“ und bedeutet einen Zustand zunehmend großer psychischer Erschöpfung. Burn Out ist meist mit einer Berufstätigkeit bzw. mit einer Arbeitsüberlastung verbunden.

Welche Symptome gehören zum Burn Out?
Klien: Da die Erschöpfung in erster Linie durch eine psychische Überlastung verursacht wird, sind meist psychische Beschwerden im Vordergrund. Körperliche Symptome können dazukommen. Oft sind es aber Schmerzen oder ein Grippegefühl, das die Betroffenen erstmals zum Arzt führen.

Bei welchen psychischen Symptomen kann es sich um ein Burn Out handeln?
Klien: Burn Out entwickelt sich langsam, über Monate oder auch Jahre. Die Erschöpfung mit übermäßiger Müdigkeit, Schlafstörungen, Abgeschlagenheit steht im Vordergrund. Man kann nicht mehr abschalten, die Probleme kreisen unaufhörlich im Kopf. Die Leistungsfähigkeit wird trotz intensivem Arbeiten immer schlechter.

Gibt es noch andere Anzeichen?
Klien: Gespräche mit dem Partner/der Partnerin, mit Freunden und Kindern werden immer schwieriger, da man sich zunehmend schlechter auf jemand anderen konzentrieren kann. Übermäßiger Konsum von Alkohol als vermeintlicher Problemlöser und Nikotin können den Gesundheitszustand zusätzlich verschlechtern.

Wie erkennt man Burn Out bei anderen?
Klien: Menschen, die sich im Zustand eines Burn Out befinden, ziehen sich immer mehr zurück. Sie werden oft gleichgültig, zynisch, pessimistisch, Motivation und Kreativität gehen verloren, die Leistung nimmt ab, die Betroffenen haben ihre Hobbies aufgegeben.

Welche Faktoren sind bei der Entstehung von Burn Out wichtig?
Klien: Gefährdet für Burn Out sind vor allem Menschen, die sehr genau, sehr ehrgeizig sind und die sehr hohe Anforderungen an sich selbst stellen. Auch die modernen Arbeitsverhältnisse können dazu beitragen, dass Menschen ausbrennen.

Wie kann Burn Out behandelt werden?
Klien: Patienten mit Burn Out-Syndrom müssen durch professionelle Hilfe unterstützt werden. In den Anfangsphasen reichen teilweise noch ausgedehnte Erholung oder ein Arbeitsplatzwechsel aus. Im fortgeschrittenen Stadium vergeht ein Burn Out-Syndrom nicht einfach wieder. Eine medikamentöse Therapie mit Antidepressiva ist meist notwendig. In der Psychotherapie lernen die Betroffenen die eigene Leistungsfähigkeit besser einzuschätzen, damit künftige Überforderungen verringert werden. Der Heilungsprozess dauert im Allgemeinen Wochen bis mehrere Monate.

Was muss man beim beruflichen Wiedereinstieg nach der Krankheit beachten?
Klien: Besonders wichtig ist eine gut vorbereitete Wiedereingliederung in das Arbeitsleben. Dabei sind Gespräche mit dem Betriebsarzt oft sehr hilfreich. Dieser kann viel zur Rückfallprävention beitragen, da er sowohl die Anforderungen am Arbeitsplatz kennt als auch die Belastungsfähigkeit des Betroffenen einschätzen kann.

In welchen Berufen kommt Burn Out besonders oft vor?
Klien: Burn Out kann in allen Berufen vorkommen, besonders gefährdet sind Menschen in der mittleren Führungsebene.

Wie kann man die Entstehung von Burn Out vermeiden?
Klien: Überprüfen Sie immer wieder, ob es Ihnen gut geht. Wichtig ist, dass Sie sich in Ihrer Freizeit gut erholen und einen Ausgleich zur Arbeit haben. Genügend Bewegung, gute Ernährung und ausreichend Entspannung sind dazu wichtig.

Können andere auch etwas zur Burn Out Vorbeugung beitragen?
Klien: Arbeitgeber und Führungskräfte müssen auf Überforderungen bei ihren MitarbeiterInnen achten um Stresssituationen zu vermeiden. Betriebliche Gesundheitsförderungsprojekte sind dafür sehr hilfreich.

Wo erfahre ich mehr über Burn Out?
Klien: Jeden Montag um 17:00 Uhr bietet die ameco GmbH eine Sprechstunde mit Dr. Christine Klien für Menschen mit Burn Out, Mobbing oder chronischen arbeitsbedingten Stressbelastungen an. Anmeldung telefonisch unter 055 74 / 202 -1031 oder E-Mail christine.klien@ameco.at

Kontakt

ameco HEALTH PROFESSIONALS GMBH
Rheinstraße 61
6900 Bregenz
T 055 74 / 202 - 1031
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www.ameco.at

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