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Der erste Schritt zur besseren Gesundheit

Gesundheit im Betrieb fördern? Lohnt sich das?

Was kann man sich genau unter betrieblicher Gesundheitsförderung vorstellen?

Zimmermann: Die betriebliche Gesundheitsförderung zielt darauf ab, Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen und Gesundheitspotentiale zu stärken. Neben Beiträgen zu einem Gesunden Lebensstil (z.B. gesundes Essen in der Kantine oder Rückengymnastik im Büro) sind auch Arbeitsdruck, Überforderung, unzureichende Arbeitsorganisation oder mangelnde Kommunikation Themenbereiche der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Welchen Einfluss hat die Arbeitsorganisation auf meine Gesundheit?

Zimmermann: Eine unzureichende Arbeitsorganisation kann Stress auslösen. Langfristige und dauernde Stressbelastungen wirken sich belastend auf unsere Gesundheit aus. Daher ist es wichtig, im Rahmen eines BGF Projektes nicht nur eine Verbesserung des Lebensstils zu erreichen, sondern auch die Situation am Arbeitsplatz zu analysieren und gesundheitsorientierte Lösungen zu erarbeiten.

Welcher Nutzen entsteht durch betriebliche Gesundheitsförderung?

Zimmermann: Gesundheitsförderung stiftet einen Nutzen für alle Beteiligten. Neben der Verbesserung der persönlichen Gesundheit für aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer, hat ein BGF Projekt auch Auswirkungen auf die Arbeitszufriedenheit, auf die innerbetriebliche Kommunikation und Unternehmenskultur. Das wirkt sich auch auf die Arbeitsproduktivität aus - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die sich wohl fühlen und die Arbeit gerne machen, können auch mehr leisten.

Entsteht auch ein finanzieller Gewinn für das Unternehmen?

Zimmermann: Ja. Wissenschaftliche Studien haben belegt, dass Projekte zur betrieblichen Gesundheitsförderung einen Return on Investment von ca. 1:3 haben. Das bedeutet, für jeden Euro den ich investiere, habe ich einen Nutzen von ca. drei Euro. Gesundheitsförderung rechnet sich!

Worauf muss man bei der Planung eines BGF Projektes achten?

Zimmermann: Eine gründliche Planung ist langfristig der Schlüssel zum Erfolg. Man sollte immer mit der Erhebung der momentanen Situation beginnen und erst dann überlegen, welche Maßnahmen sinnvoll wären. Erfolgreiche BGF Projekte beziehen in diesen Prozess immer ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Dadurch wird Gesundheit zu einem gemeinsamen Projekt und stößt auf größere Akzeptanz.

In welcher Form kann ich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbeziehen?

Zimmermann: Dies hängt stark von der Größe des Unternehmens ab. Für die Ist-Analyse eignen sich bei kleineren Betrieben (bis ca. 100 Beschäftigte) Gesundheitsworkshops. Größere Unternehmen verwenden sehr oft Fragebögen, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzubinden. Für die Planung der Maßnahmen sind Gesundheitszirkel ein wirkungsvolles Instrument.

Gesundheitszirkel – was kann man sich darunter vorstellen?

Zimmermann: Gesundheitszirkel sind innerbetriebliche Arbeitsgruppen, welche sich mit gesundheitsrelevanten Aspekten der Arbeits- und Lebenssituation befassen.  Die Grundidee von Gesundheitszirkeln liegt darin, dass Betroffene zu Beteiligten werden. Niemand kennt die Situation am Arbeitsplatz besser, als die Personen die dort arbeiten. Ziel des Gesundheitszirkels ist es, die Arbeits- und Gesundheitssituation zu analysieren und gemeinsam Lösungsvorschläge und Maßnahmen für eine Verbesserung der Arbeits- und Gesundheitssituation zu erarbeiten.

Betriebliche Gesundheitsförderung klingt sehr spannend. Wo finden Unternehmen Unterstützung für die Umsetzung von BGF Projekten?

Zimmermann: Inhaltliche Unterstützung erhalten Sie auf unserer Homepage www.ameco.at oder direkt durch eine persönliche Beratung von unseren Gesundheitsexperten. Finanzielle Unterstützungen können beim Fonds Gesundes Vorarlberg und beim Fonds Gesundes Österreich beantragt werden.

Information:
ameco Health Professionals GmbH, T 055 74 / 64 570-1031, www.ameco.at



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