Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation

Link: aks - zur Startseite

Bleiben Sie fit bis ins Alter!

Vorbeugung schützt vor Hand- und Schulterproblemen

Mausarm löst den Tennisarm ab
„Früher traten dauerhafte Beschwerden hauptsächlich bei körperlicher Arbeit auf. Durch die Bildschirmarbeit hat sich das verändert, so kommt beispielsweise der Mausarm immer häufiger vor“, erklärt Dr. Klien. Dabei handelt es sich um eine wiederholte Bewegung bei gleichzeitiger Informationsverarbeitung, die anfänglich bei minimalen Schmerzen unterhalb der Wahrnehmungsgrenze im Gehirn zur Speicherung des Vorgangs „Mausklick“ mit „Schmerz“ führt. „Wenn die Bewegung zigtausendmal von unterschwelligen Schmerzsignalen begleitet wird, kann das Bewegungsmuster allein Schmerzen auslösen, obwohl keine Schädigung mehr vorliegt“, so Dr. Klien. Im fortgeschrittenen Stadium verursachen bereits geringe, sich wiederholende Handbewegungen in Alltagssituationen Beschwerden (z.B. Lenk- und Schaltbewegungen beim Autofahren, Bügeln).

Ohne Therapie chronische Schmerzen
Wiederholte (Über-)Belastung von Muskeln, Sehnen, Nerven oder Gelenken führen zu einer chronischen schmerzhaften Gewebereizung. Die durch die Belastung auftretenden Verletzungen sind zunächst klein (Mikrotraumata). Da die Arbeitsunterbrechungen durch Freizeit nur wenige Stunden dauern, bleibt nicht genügend Zeit, um eine ausreichende Reparatur der Mikrotraumata zu ermöglichen. Nachfolgend entstehen größere Schäden, die sich durch Schmerzen und Missempfindungen oder in Form von Kraftverlust äußern.
Eine wichtige Rolle bei der Behandlung solcher Erkrankungen spielt die Ergotherapie, um die Handfunktion nach einer Verletzung oder Erkrankung wieder herzustellen. „Es werden die Gelenksbeweglichkeit, die Muskelkraft, die Koordination, die Ausdauer und die Greiffähigkeit therapiert“, so Katja Wehrmann.

Hilfsmittel als Vorsorge
Genauso wichtig wie die Therapie ist die Vorsorge, denn durch gezielte Gelenkschutzschulungen und Hilfsmittelversorgungen können schwere Erkrankungen verhindert werden. Hilfsmittel spielen dabei sowohl in der Therapie als auch in der Vorsorge eine wichtige Rolle. „Ergonomische Mäuse und Tastaturen, Dokumenthalter aber auch Handgelenksstützen oder speziell angepasste Schienen können den Arbeitsalltag bei einer Beeinträchtigung der Hände deutlich erleichtern“, betont Wehrmann.

Ergonomischer Arbeitsplatz
„Das Ziel der Therapie ist, langfristig einen schmerzfreien, leistungsfähigen Tätigkeitsablauf zu entwickeln“ so die Ergotherapeutin. Dazu ist es erforderlich, die gewohnten Bewegungen zu ändern, was nicht zwangsläufig mit einem Wechsel des Arbeitsplatzes verbunden ist.“ Grundsätzlich ist ein ergonomisch günstig gestalteter Arbeitsplatz ratsam. Dazu gehören zum Beispiel Auflagen für die Handballen und Unterarme, grifftechnisch günstige Tastaturen und die richtige Höhe von Bildschirmmonitoren.

Bewegungsmuster ändern
Außerdem ist es beim Mausarm zur Behandlung wichtig, die konstanten Bewegungsmuster zu unterbrechen, indem man zum Beispiel einige Arbeitsgeräte wie Telefon, Drucker oder Handbücher weiter weg platziert. Man kann auch lernen, auf einer anderen, bequemeren Tastatur zu schreiben. Haltungswinkel der Hand und Unterarme kann man verändern, indem man Sitz- oder Tischhöhe anpasst.

 

Factbox

Vorbeugen von Handerkrankungen bei der Computerarbeit

• Eintippen von Daten: Das Eintippen von Daten über die Tastatur kann RSI-Symptome hervorrufen. Immerhin bringen es besonders Geübte auf bis zu 80.000 Anschläge pro Tag - diese jedoch benutzen alle Finger. Mit Shortcuts und dem 10-Fingerstystem könnten Belastungen verhindert werden. Wichtig ist, auch den Unterarm mitbewegen und nicht nur die Finger weit spreizen. Auch eine entspannte Haltung bei der Mausbedienung hilft.

• Surfen im Internet: Der Durchschnitts-Surfer begnügt sich mit den Zeigefingern, der ein oder andere Finger kommt gelegentlich hinzu - und schon tritt auch hier eine recht einseitige Belastung auf. Im Gegensatz zur Schreibmaschine fallen natürliche Pausen wie das Wechseln des Papiers oder das Korrigieren mit TippEx weg. Einer Überlastung vorbeugen lässt sich durch regelmäßige kleine Pausen. Machen Sie jede Stunde fünf Minuten Lockerungs- und Dehnübungen. Ebenfalls hilfreich ist eine achsengerechte Handgelenkshaltung: nicht abknicken, die Tastatur nach vorne abkippen lassen, so dass die Handgelenke in der Nullstellung sind. Eine ergonomische Tastatur und eine ergonomische Maus entlasten die Hände.
 
• Falsches Sitzen am Computer: Die meist brettförmige Tastatur zwingt den Schreibenden fast immer zum falschen Sitzen. Automatisch ziehen sich die Schultern zusammen, der Schulter-Nacken-Bereich verkrampft sich. Die Sehnen in den Handgelenken werden oft zu stark umgelenkt, und das verursacht zuviel Reibung – Entzündungen sind die Folge. Computer sind, ohne dass es jedem so bewusst ist, eine psychische Belastung, denn sie fordern grundsätzlich zum Weitermachen auf. Immer wieder gibt es Aktionen, Befehle, Fragen, beim Spielen gilt es, den nächsten Level zu erreichen - alles das wird häufig genug ohne Pausen erledigt, bis der Schmerz kommt. So sitzen Sie richtig: Die Höhe der Sitzfläche, der Tischplatte und der Stuhllehne sollte den Körpermaßen gerecht werden. Ober- und Unterschenkel sollen einen Winkel von 90 Grad oder mehr bilden. Dabei muss es möglich sein, die Füße ganzflächig aufzustellen. Halten Sie die Ellenbogen dicht am Körper. Strecken Sie die Arme nicht nach vorne und verwenden Sie die Maus direkt neben die Tastatur. Ober- und Unterarme sollen einen Winkel von 90 Grad oder mehr bilden. Auch dynamisch Sitzen, also häufig die Sitzhaltung ändern, hilft.

• Maus: Schmerzen stellen sich irgendwann ein, wenn die Maus zu weit vom Körper weg liegt, wenn z.B. der Arm allzu sehr gestreckt wird. Das ist auch dann der Fall, wenn man scheinbar entspannt im Stuhl zurückgelehnt im Internet surft. Dabei wird nämlich die Schulter-Arm-Muskulatur dauerhaft belastet. Je weiter man sich zurücklehnt, desto stärker werden Ellenbogen und Handgelenk belastet. Viele lassen die Maus gar nicht mehr los, um möglichst schnell wieder klicken zu können. Aber viele nehmen anfängliche leichte Schmerzen nicht ernst, obwohl daraus Dauerschäden entstehen können, wie z.B. Kompressionssyndrome. Verwenden Sie ergonomische Mäuse, wählen sie die Maus passend zur Handgröße aus, so dass der Tisch als Unterarmauflage dienen kann. Verwenden sie am besten eine Tastatur mit separatem numerischem Zahlenblock, so dass die Hand dicht am Körper bleiben kann.

 

Kontakt

ameco health professionals GmbH
Rheinstraße 61
6900 Bregenz
T 055 74 / 202 – 1031
E-Mail
www.ameco.at

 

 

Link: zur Kombinat Homepage