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Gesundheit ist keine Glücksache

Stollenritter unterwegs - Mit dem Mountainbike in Vorarlberg

Ist Mountainbiken nicht nur etwas für Jugendliche und Sportfanantiker?
Schirmer: Gerade mit einem robusten und „geländegängigen“ Rad lässt es sich auch sehr gemütlich durch die Landschaft fahren. Durch die kleinen Gänge verliert jede Steigung ihren Schrecken. Dicke Reifen und gefederte Fahrwerke verbreiten zusätzlichen Komfort. Damit eignet sich das Geländerad für Jung und Alt, für EinsteigerInnen genauso wie für Profis.

Mountainbiken geht doch nur mit Superkondition.
Schirmer: Im Gegenteil. Sie müssen ja nicht mit einer extrem anstrengenden Tour beginnen. Suchen Sie sich für den Anfang Routen mit geringer Steigung. So erhöhen Sie stetig Ihre Kondition und schaffen bald auch steilere Strecken.

Werden beim Mountainbiken nur die Beine trainiert?
Schimer: Vor allem im Gelände ist ein aktiver Fahrstil gefragt. Hier wird jeder Muskel gefordert, die Ansprüche an Koordination, Reaktionsvermögen und Gleichgewicht sind enorm. Gerade wer sportlich unterwegs ist, benötigt auch eine sehr gute Rumpf- und Armmuskulatur. Kann der Oberkörper nicht ausreichend stabilisiert werden, verpufft die wertvolle Kraft der Beine ins „Leere“.

Woran liegt es, wenn ich in Zehen oder Fingern ein Taubheitsgefühl spüre?
Schirmer: Sind medizinische Ursachen ausgeschlossen und die Radgröße passt, sind typische Verursacher für Handgelenksprobleme zu gerade Lenker und Griffe, die die Handgelenke in eine ungünstige Position bringen. Wer nach längerem Fahren taube Zehen bekommt, beginnt die Suche am Besten direkt am Sattel, da am Gesäß Nerven austreten, die bei einer ungünstigen Druckverteilung leicht gereizt werden. Viele Fahrradhändler haben sich in Sachen Ergonomie stark weitergebildet und beraten sehr gut – oder stellen schon einmal einen Leihsattel zur Verfügung!

Wo kann ich in Vorarlberg Mountainbiken?
Schirmer: Am leichtesten tun Sie sich, wenn Sie auf vorgegebene Routen zurückgreifen. Hier waren Profis am Werk, die viele Infos zu Wegbeschaffenheit, Landschaft und Rastmöglichkeiten gegeben haben. Außerdem haben Sie so recht detaillierte Angaben über die Länge der Tour und ein Höhenprofil. Daran erkennen Sie, wie lange es bergauf geht und vor allem auch wie steil.

Wo finde ich diese Routenbeschreibungen?
Schirmer: Die Homepage des Landes Vorarlberg stellt detaillierte Tourenbeschreibungen online zur Verfügung. Auch die Touristeninformationen können gut Auskunft über die Touren in der Region geben.

Fair am Berg, gilt das auch für das Mountainbike?
Schirmer: Gegenseitige Rücksichtnahme aller Beteiligten ist die Voraussetzung dafür, unsere Berge gemeinsam mit Freude erleben zu können. BikerInnen sollten kontrolliert fahren und jederzeit auf halbe Sicht bremsen können, da am Berg immer mit plötzlich auftauchenden Hindernissen zu rechnen ist.

Ist Mountainbiken gefährlich?
Schirmer: Jeder Sport birgt gewisse Risiken. Fahren Sie mit Vernunft und schätzen Sie Ihre Kondition und Ihr Können realistisch ein. Beim Biken gilt ganz klar: Helm auf! Übrigens gibt es auch Fahrtechniktrainings, z. B. von der Initiative Sichere Gemeinden.

Was muss mit auf die Tour?
Schirmer: Das kommt ganz darauf an, was man vorhat. Auf kurzen Touren reicht oft eine Wasserflasche, wer auf Nummer sicher geht hat allerdings immer Handy und zumindest Flickzeug dabei. Große Touren in den Bergen sollte man mit Bedacht planen, hier muss man auch auf Wetterumschwünge und Orientierungsschwierigkeiten vorbereitet sein.

 

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