Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation

Link: aks - zur Startseite

Gesundheit macht Spaß!

Stillen – optimale Nahrung und Geborgenheit

Welche anderen Vorteile bietet das Stillen neben dem Gefühl der Nähe und Geborgenheit?
Stöckler: Muttermilch hat den entscheidenden Vorteil, dass sie hinsichtlich ihrer Nährstoffe optimal zusammengesetzt ist und sie passt sich auch immer perfekt den jeweiligen Bedürfnissen des Kindes an, die sich im Laufe der Zeit ändern. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass gestillte Kinder später viel seltener zu Übergewicht neigen als „Flaschenkinder“.

Wie lange soll ein Säugling gestillt werden?
Stöckler: Empfehlenswert ist es ein Baby während des ersten Lebenshalbjahres voll zu stillen. Das bedeutet, das Kind braucht während dieser Zeit auch keinerlei Getränke in Form von Wasser oder Tee. Nach dieser Zeit wird schrittweise eine Stillmahlzeit nach der anderen durch Beiskost ersetzt und das Kind langsam an den Familientisch herangeführt.

Welche Vorteile hat das Stillen für das Kind?
Stöckler: Gestillte Kinder bekommen seltener Allergien und Hautausschläge, leiden weniger an Magen-Darm-Problemen, Erkältungen und Mittelohrentzündungen. Unter anderem trainiert das Saugen an der Brust auch die Kaumuskulatur und wirkt sich günstig auf die Entwicklung von Kiefer und Gebiss aus.

Profitiert auch die Mutter, wenn sie ihr Kind stillt?
Stöckler: Ja, zweifellos. Einerseits erleichtert das Stillen den Alltag, da Muttermilch immer verfügbar sowie stets richtig temperiert ist und nicht extra zubereitet werden muss. Andererseits schont Stillen das Haushaltsbudget, denn für industrielle Säuglingsnahrung fallen in den ersten sechs Lebensmonaten rund 600 Euro an.

Und wie ist es um die Figur der Mutter bestellt?
Stöckler: Gerade Frauen, die ihr Kind stillen, brauchen sich weniger Sorgen um ihre Figur zu machen. Der Weg zurück zur schlanken Linie geht zwar nicht ganz so schnell, doch dafür umso effizienter. Denn Stillhormone bewirken, dass die in der Schwangerschaft an Bauch und Po angelegten Fettpölsterchen ganz gezielt abgebaut und nicht als unerwünschte Rundungen zurückbleiben.

Die Vorarlbergerinnen gelten ja generell als gesundheitsbewusst. Trifft das auch beim Stillen zu?
Stöckler: Bedauerlicherweise nicht ganz. Die jungen Mütter sind zwar gut über die Vorteile des Stillens informiert, dennoch werden zwei von zehn Kindern in Vorarlberg gar nicht gestillt. Und die durchschnittliche Stilldauer beträgt hierzulande lediglich vier statt der empfohlenen sechs Monate.

Womit kann diese niedrige Stillrate zusammenhängen?
Stöckler: Ein großes Problem ist, dass sehr viele junge Frauen rauchen und auch während der Schwangerschaft und Stillzeit kaum darauf verzichten möchten oder können. Obwohl inzwischen bekannt ist, dass auch für Babys moderater Raucherinnen die Vorteile des Stillens überwiegen, stillen diese ihre Babys seltener und auch deutlich kürzer als Nichtraucherinnen.

Was ist noch entscheidend dafür, ob eine Frau ihr Kind stillt oder nicht?
Stöckler: Ganz wesentlich ist die Einstellung, die die Mutter bereits vor der Geburt zum Stillen hat. Viele entscheiden sich leider von vornherein ganz klar gegen das Stillen. Medizinische Gründe, die gegen das Stillen sprechen, sind dagegen sehr selten. Außerdem erfordert das Stillen anfangs meist viel Geduld, wird von der Mutter oft als wenig befriedigend empfunden oder bereitet sogar Schmerzen. Um diese Schwierigkeiten erfolgreich zu meistern ist häufig fachlich qualifizierte Hilfe und einfühlsame Zuwendung entscheidend.

Stillen.jpg

 

Link: zur Kombinat Homepage