Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation

Link: aks - zur Startseite

Es ist nie zu spät für den ersten Schritt!

Diabetes – ich hab´s im Griff!

Was genau ist Diabetes?
Brugger: Das Wort „Diabetes mellitus“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „honigsüßer Durchfluss“. Das heißt, der Körper kommt mit den zugeführten Mengen an „Zucker“ nicht mehr zurecht. Der Grund dafür ist, dass die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin produziert. Insulin ist ein Hormon, das den „Zucker“ aus dem Blut in die Zelle bringt. Da diese Funktion eingeschränkt ist, hat das zur Folge, dass zu viel Zucker im Blut bleibt.

Welche Formen von Diabetes gibt es?
Brugger: Man unterscheidet vor allem Typ 1 und Typ 2 Diabetes, es gibt auch noch einige Sonderformen, wie z.B. Schwangerschaftsdiabetes. Der Großteil der Betroffenen (80-90%) leidet unter Typ 2 Diabetes. Da der Typ 2 Diabetes meist durch Übergewicht ausgelöst wird, wird dieser Typ auch als Wohlstandskrankheit bezeichnet. Die Kombination von Übergewicht, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten und erhöhter Harnsäure nennt man auch metabolisches Syndrom.

Wie kann man Diabetes Typ 2 behandeln?
Brugger: Die beste Behandlung ist die Vorsorge. Lassen Sie es erst gar nicht so weit kommen! Diabetes Typ 2 ist eine Lebensstilerkrankung und kann in den meisten Fällen auf Bewegungsmangel und falsche Ernährung zurückgeführt werden. Auch wenn Sie bereits erkrankt sind, können schon kleine Veränderungen Ihres Lebensstils viel bewirken.

Stimmt es, dass sich DiabetikerInnen beim Essen sehr einschränken müssen?
Brugger: Das optimale Essen des Diabetikers hat nichts mehr mit Einschränkungen von Brot, Gebäck und Beilagen zu tun – vielmehr entspricht es einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Mischkost.

Wie kann man trotz Diabetes seine Lebensqualität erhalten?
Brugger: Der Schlüssel liegt in der richtigen Auswahl, Zusammensetzung und Menge der Nahrungsmittel, der regelmäßigen Bewegung und wenn notwendig der Verabreichung der entsprechenden Medikamente/Insulin.

Welche Bedeutung haben Kohlehydrate für DiabetikerInnen?
Brugger: Der menschliche Körper benötigt Glukose (Einfachzucker) zur Energiegewinnung. Deswegen werden die Kohlenhydrate von unserem Körper durch die Verdauung wieder zu Einfachzuckern abgebaut. Kohlenhydrate brauchen Insulin, um aus dem Blut in die Zellen aufgenommen werden zu können. Wenn jetzt, wie im Falle des Diabetes Typ 2, zu wenig Insulin produziert, oder das Insulin nicht mehr so gut wirkt, oder durch Übergewicht vermehrt Insulin benötigt wird, dann ist das natürliche Gleichgewicht gestört.

Welche Rolle spielen dabei Ballaststoffe?
Brugger: Ballaststoffe sind äußerst wichtig für ein vollwertiges Essen. Sie bringen die Verdauung in Gang, sättigen und haben einen geringen Kaloriengehalt. Ganz besonders wichtig für Diabetiker: Ballaststoffe verlangsamen die Blutzuckeraufnahme!

Was bedeutet das?
Brugger: Es gilt die Regel, ballaststoffreich geht vor ballaststoffarm, z. B. Vollkornbrot statt Weißbrot, Salat/Gemüse zu jeder Hauptmahlzeit. Denn ballaststoffarme Lebensmittel sättigen kaum und erhöhen den Blutzucker rasant. Ballaststoffe sind überwiegend in Vollkorn- und Getreideprodukten, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Nüssen enthalten.

Man hört immer wieder vom Glykämischen Index.
Brugger: Die Kohlehydrate aus verschiedenen Lebensmitteln erhöhen den Blutzucker unterschiedlich stark. Der Glykämische Index bezeichnet den Blutzuckeranstieg nach dem Verzehr eines bestimmten Nahrungsmittels. Er ist jedoch nur dann aussagekräftig, wenn ähnliche Nahrungsmittel miteinander verglichen werden.

Warum ist das so?
Brugger: Einen großen Unterschied für den Anstieg des Blutzuckers macht auch der Anteil an Fett, die Zufuhr an Gesamtkalorien, die Zusammensetzung der Nährstoffe und der Ballaststoffgehalt. Außerdem unterliegt der Glykämische Index von Mensch zu Mensch großen Unterschieden.

Zu welchen Lebensmitteln raten Sie?
Brugger: Prinzipiell sind Lebensmittel mit einem geringen Glykämischen Index zu bevorzugen. Das sind vor allem Getreideprodukte mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen, Nudeln aus Hartweizengrieß, Vollkornreis, Milchprodukte, Obst, Hülsenfrüchte und Gemüse.

 

Kontakt

aks Gesundheitsvorsorge
Rheinstraße 61
6900 Bregenz
T 055 74 / 202 - 0
E-Mail

 

Link: zur Kombinat Homepage