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Ein Schritt zur besseren Gesundheit

Diabetes und Zucker

Warum spielt Zucker bei Diabetes so eine wichtige Rolle?
Brugger: Zucker ist ein reines Kohlenhydrat und lässt den Blutzucker sehr rasch ansteigen. Deswegen sollten Sie ihn nur in sehr kleinen Mengen einplanen, z.B. „verpackt“ zu den Mahlzeiten (Brot mit dünn Marmelade, ein kleines Stück Kuchen, 2 Kekse, …)

Sind Honig oder Ahornsirup eine gute Alternative?
Brugger: Auch brauner Zucker, Honig, Birnendicksaft und Ahornsirup sind wie Zucker zu bewerten. Achten Sie auf Verpackungen auch auf Angaben wie Fruchtzucker, mehrwertige Alkohole, Zuckeraustauschstoffe, Maltodextrin, Maltose, Saccharose, Dextrose, Glucose, Glucosesirup, Maltsirup, etc. Diese Aufschriften weisen alle auf Zuckerbestandteile hin.

Wie sieht es mit Zuckeraustauschstoffen aus?
Brugger: Dabei wird der Zucker nicht ersetzt sondern ausgetauscht. In größeren Mengen können Zuckeraustauschstoffe blähend oder abführend wirken. Sie bewirken auch keine wesentliche Verbesserung der Stoffwechsellage. Sie haben gegenüber dem Haushaltszucker keine besonderen Vorteile. Fruchtzucker, Zuckeralkohole wie Sorbit, Xylit, Mannit, Maltit, Isomalt und Lactit enthalten Kalorien und sind zum Abnehmen nicht geeignet.

Sind Diabetikerprodukte zu empfehlen?
Brugger: Diabetikerschokolade, Kekse, Pralinen, etc. bei denen Zuckeraustauschstoffe verwendet werden, bieten als Ersatz von herkömmlichen Süßigkeiten keine Verbesserung der Stoffwechsellage (Blutzuckereinstellung). Die Sinnhaftigkeit diese Produkte ist fraglich, da vor alle auch „normale“ Süßigkeiten in kleinen Mengen möglich sind. Schauen Sie auf das Etikett und beachten sie den Kaloriengehalt!

Wie sieht es mit Light-Limonaden aus?
Brugger: Diese sind ein komplett künstliches Produkt. Mit Süßstoff gesüßt enthält die Limonade keine Kalorien und hat keine Wirkung auf den Blutzucker. Aber trotzdem bitte nur in Maßen genießen! Da sie sehr süß schmecken, gehören sie unbedingt verdünnt.

Eignen sich Fruchtsäfte besser für DiabetikerInnen?
Brugger: Nur bedingt, denn bei Fruchtsäften, auch mit dem Aufdruck „ohne Zuckerzusatz“ „für Diabetiker geeignet“, oder Wellnessgetränken, finden sich nicht unerhebliche Mengen an Zucker.

Sind zuckerfreie Zuckerl oder Kaugummis eine gute Alternative?
Brugger: Diese können in normalen Mengen ohne weiters genascht werden. Sie sind mit Zuckeralkoholen gesüßt, in größeren Mengen können Blähungen oder Durchfälle auftreten.

Wie sieht es mit Süßstoff aus?
Brugger: Süßstoffe sind ein rein künstliches Produkt. Sie enthalten keine Kalorien und lassen den Blutzucker nicht ansteigen. In moderaten Mengen sind sie eine Alternative zum Süßen. Ihre Namen sind Saccharin, Cyclamat, Acesulfam, Aspartam, Thaumatin, Sucralose und Neohesperidin. Stevia „die Zuckerpflanze aus Südamerika“ ist auch als Süßstoff zu bezeichnen.

Müssen DiabetikerInnen auf Kuchen und Kekse verzichten?
Brugger: Wenn Sie Kuchen und Kekse selbst zubereiten, sollten Sie die Menge an Zucker im Kuchen halbieren. Die Hälfte ist meist schon süß genug! Wenn nun noch der Großteil dieses Zuckers durch Süßstoff ersetzt wird, purzeln die Kalorien und der Blutzucker dankt es ebenso.

Was kann man noch tun?
Brugger: Mehl- Vollkornmehl bietet einen nussigen Geschmack, besonders frisch gemahlen ist es unschlagbar. Mischen Sie die Hälfte Vollkornmehl mit der Hälfte normalem Auszugsmehl und verwenden Sie dabei etwas mehr Flüssigkeit.

Kann man auch beim Fett sparen?
Brugger: Wenn Sie Margarine verwenden, dann keine Mischmargarine sondern immer 100%ige Pflanzenmargarine. Bei manchen Kuchen kann ein Teil des Fetts auch gut durch Topfen ersetzt werden.

Warum sollte man als Diabetiker beim Fett sparen?
Brugger: Das schützt Ihre Gefäße. Die vermehrte Aufnahme von Fett kann auch die Insulinempfindlichkeit verschlechtern (Insulinresistenz). Damit braucht Ihr Körper wesentlich größere Mengen an Insulin um den Blutzucker im Normalbereich zu halten. Kann aber nicht mehr Insulin produziert werden, so steigt der Blutzucker. Deshalb sind die schrittweise Umstellung Ihrer Essgewohnheiten und ein entsprechendes Bewegungsprogramm so wesentlich beider Behandlung des Diabetes.

 

Kontakt

aks Gesundheitsvorsorge
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