Knochengesunde Ernährung
Milch nimmt diesbezüglich als hochwertiges, natürliches Lebensmittel einen wichtigen Platz in einer ausgewogenen Ernährungsweise ein. Sie enthält hochwertiges Eiweiß, leicht verdauliches Fett, gut verwertbare Kohlenhydrate in Form von Milchzucker und zeichnet sich vor allem als Kalziumlieferant aus. Milchprodukte leisten somit einen wichtigen Beitrag für den Aufbau der Knochenmasse, der im Alter von 30-35 Jahren abgeschlossen ist.
Kalzium und Vitamin D
Damit Kalzium gut vom Körper aufgenommen werden kann, ist Vitamin D notwendig. Regelmäßig Bewegung an der frischen Luft fördert die Vitamin-D-Bildung in der Haut und optimiert die Kalziumeinlagerung in die Knochen, so Mag. Angelika Stöckler, Ernährungskoordinatorin der aks Gesundheitsvorsorge.
Wie viel Milch braucht ein Kind?
Kinder im 2. Lebensjahr sollten täglich 0,3 l Milch trinken, um gut mit Kalzium versorgt zu sein. Für stabile Knochen sind im Kindergartenalter (3-6 Jahre) 0,35 l Milch empfehlenswert und ein Schulkind im Alter von 6 bis 10 Jahren sollte täglich etwa 0,4 l Milch trinken. Milch kann auch durch Joghurt, Buttermilch oder Sauermilch bzw. Käse ersetzt werden. Käse ist Milch in konzentrierter Form und eine richtige Kalziumbombe. Eine dünne Scheibe Käse entspricht vom Kalziumgehalt her etwa 0,1 l Milch.
Auch in Gemüse wie Brokkoli, Fenchel und Kohlgemüse steckt wertvolles Kalzium. Bei der Zubereitung sollte möglichst wenig Wasser verwendet werden, denn Kalzium ist wasserlöslich und daher empfiehlt es sich den Gemüsesud für Suppen und Soßen weiter zu verwenden.
Was tun bei Unverträglichkeit?
Milch und Milchprodukte sind grundsätzlich auch für Erwachsene geeignet. Einem Teil der Erwachsenen fehlt jedoch das Enzym für den Abbau von Milchzucker. Ein solcher Enzymmangel führt zu Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfällen. Hier empfiehlt es sich die individuelle Verträglichkeit von Jogurt oder Käse herauszufinden bzw. auf andere Kalziumlieferanten auszuweichen.
Falsche Volksweisheiten
Rund um das Thema Milch gibt es zahlreiche Volksweisheiten, die einer genaueren Betrachtung nicht Stand halten. Dass Milch zu Verschleimungen führe, verneint Mag. Angelika Stöckler. Weder chronische Erkältungen noch Verschleimungen sind auf den Milchkonsum zurückzuführen. Erkältungen verlaufen bei Milchtrinkern gleich, wie bei Personen, die auf Milchprodukte verzichten. Dennoch ist Tee oder Wasser im Krankheitsfall meist angenehmer zu trinken als Milch.
Auch Calcium aus pasteurisierter Milch kann vom Körper verwertet werden, versichert Mag. Angelika Stöckler. Durch die Wärmebehandlung der Milch (Pasteurisierung, Ultrahocherhitzung, Sterilisierung) verbindet sich Kalzium mit Phosphat, doch diese Verbindung wird durch die Magensäure wieder aufgehoben und das Kalzium wird wieder verfügbar.
Dass fettarme Milch grundsätzlich gesünder ist, verneint Stöckler. Denn in fettreduzierter Milch sind auch weniger fettlösliche Vitamine enthalten als in Vollmilch. Magermilch kann für Kinder sowie Erwachsene mit Gewichtsproblemen sinnvoll sein.
So decken Jugendliche und Erwachsene ihren täglichen Kalziumbedarf
250 ml Milch
1 Becher Joghurt (200g)
2 Scheiben Käse
1 Portion kalziumreiches Gemüse
