Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation

Link: aks - zur Startseite

Ein Schritt zur besseren Gesundheit

Gefährliche Glimmstängel am Arbeitsplatz

Warum ist das Thema Rauchen am Arbeitsplatz so problematisch?
Wucher: Wenn Sie in einer Umgebung arbeiten, in der geraucht wird, sind Sie dem Rauch und seinen Folgen schutzlos ausgeliefert. Dabei ist längst erwiesen, wie gefährlich passiv rauchen ist.

In vielen Büros ist das Rauchen doch längst verboten.
Wucher: Es gibt nach wie vor viele Arbeitslätze, an denen geraucht werden darf. Denken Sie an die Menschen, die in der Gastronomie arbeiten. Sie sind täglich der Gefahr durch Passivrauch ausgesetzt.

Warum ist passiv Rauchen so gefährlich?
Wucher: Tabakrauch ist der bedeutendste und gefährlichste vermeidbare Schadstoff in Räumen. Von den 4800 Substanzen im Tabakrauch sind 70 nachweislich krebserregend.

Passiv rauchen ist doch sicher nicht so gefährlich, wie selbst zu rauchen?
Wucher: Das ist ein Irrtum. Studien zeigen, dass das gesundheitliche Risiko beim Passivrauchen kaum geringer ist.

Es ist doch sicher schon ein guter Kompromiss, wenn meine Kollegen nicht rauchen, wenn ich im Raum bin?
Wucher: Das nützt leider nur wenig. Tabakfeinstaubpartikel lagern sich an Wänden, Decken, Böden und Gegenständen ab und geben. In Räumen, in denen geraucht wird, werden die Schadstoffe laufend abgegeben. Lüften allein reicht deshalb nicht aus.

In Firmen gibt es oft Konflikte zwischen RaucherInnen und NichtraucherInnen. Was raten Sie?
Wucher: Unterstützten Sie Ihre MitarbeiterInnen auf dem Weg zum Nichtrauchen. Es gibt verschiedenste Angebote, die motivierten Menschen helfen, dauerhaft vom Glimmstängel los zu kommen, beispielsweise die aks-NichtraucherInnenkurse. Über ameco gibt es die Möglichkeit einen speziellen NichtraucherInnen-Kurs direkt in Ihrem Betrieb zu organisieren.

Ein Unternehmen kann also seinen MitarbeiterInnen helfen, von den Zigaretten los zu kommen?
Wucher: Ja, auf jeden Fall. Es gibt Firmen, die ihre Lehrlinge motivieren, in dem sie Prämien für’s Nichtrauchen anbieten. So fangen viele Jugendliche erst gar nicht an und das ist auf jeden Fall die beste Entscheidung.

Was kann ein Unternehmen tun, um Konflikte zwischen RaucherInnen und NichtraucherInnen zu vermeiden?
Wucher: Wenn sich RaucherInnen und NichtraucherInnen ein Büro teilen, sind Probleme häufig vorprogrammiert. Niemand sollte über längeren Zeitraum unfreiwillig Zigarettenrauch ausgesetzt sein. Hier ist auf jeden Fall ein abgetrenntes RaucherInnenzimmer zu empfehlen.

In der Gastronomie lässt sich das nicht so einfach umsetzen.
Wucher: Das ist leider richtig. Hier werden die MitarbeiterInnen wohl erst dann ausreichend vor Tabakrauch geschützt sein, wenn es gesetzliche Regelungen für rauchfreie Lokale gibt.

Ist es fair, RaucherInnen zu diskriminieren?
Wucher: Nein, auf keinen Fall. Es geht vielmehr um den Schutz der NichtraucherInnen, denn sie sind schutzlos dem Tabakrauch ausgesetzt. Als zertifizierte Rauchfrei-Trainerin weiß ich, wie schwer es ist, mit dem Rauchen dauerhaft aufzuhören.

So schwierig kann das doch nicht sein?
Wucher: Rauchen ist eine Sucht und dementsprechend schwierig ist es, damit aufzuhören. Der körperliche Entzug dauert selten länger als vier oder fünf Tage. Viel schwieriger ist es, Situationen zu überstehen, in denen man bisher eine Zigarette angezündet hat. Jeder hat seine ganz persönlichen Rauchgewohnheiten, die es zu analysieren gilt.

Ist das auch im Beruf ein Thema?
Wucher: Egal ob Stress, Kaffeepause oder bei Ärger mit dem Chef, es gibt es viele Gründe, während der Arbeit zu rauchen. Solche Situationen plötzlich ohne Zigarette zu bewältigen braucht viel Willenskraft.

Es ist also hoffnungslos?
Wucher: Aber nein! Versuchen Sie es immer wieder. Die meisten RaucherInnen brauchen bis zu fünf Versuche, um dauerhaft aufhören zu können. Für manche geht’s leichter mit Unterstützung.



Mann mit Zigarette.jpg

 

Link: zur Kombinat Homepage