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Gesund bleiben ist kinderleicht!

Ihr Kind atmet auf – und Sie auch!

Warum ist Rauchen in der Schwangerschaft problematisch?
Fitz: Die werdende Mutter schädigt nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern sie gefährdet auch die Gesundheit ihres Kindes. Die psychische Belastung für Frauen ist dadurch zusätzlich erhöht, auch durch negative Reaktionen des Umfelds.

Wie gehen Frauen damit um?
Fitz: Die meisten Schwangeren denken darüber nach, mit dem Rauchen aufzuhören. Für manche Frauen ist es eine zusätzliche Motivation jetzt aufzuhören. Andere tun sich schwer oder versuchen es erst gar nicht. Manchmal sind Frauen auch zu wenig über die schädigenden Folgen für das Ungeborene informiert.

Welche Folgen sind das?
Fitz: Um nur die Wichtigsten zu nennen: Durch die Nikotinzufuhr kommt es zu Gefäßverengungen und dadurch zu einer reduzierten Durchblutung der Gebärmutter und in der Folge zu einer verminderten Versorgung des Ungeborenen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Die braucht es aber ungedingt für seine gesunde Entwicklung bis zur Geburt.

Viele schaffen es nicht sofort mit dem Rauchen aufzuhören. Was raten Sie?
Fitz: Resignieren Sie nicht, wenn Sie es schon häufiger probiert und bisher nicht geschafft haben. Viele Frauen versuchen es mehr als einmal, bis sie schließlich doch Erfolg haben. Es ist schon wertvoll, wenn Sie den Zigarettenkonsum reduzieren.

Gibt es konkrete Unterschützungsmöglichkeiten?
Fitz: Es gibt „Rauchfrei-Kurse“ auch speziell für Frauen. Außerdem gibt es Telefonische Beratungsmöglichkeiten, über  „Rauchfrei Infoline“ der aks-Gesundheitsvorsorge, jeweils Montags von 9-11 Uhr.
 
Gibt es Tipps, die beim Aufhören helfen?
Fitz: Kaufen Sie immer nur eine Schachtel Zigaretten. Rauchen Sie nur die Hälfte jeder Zigarette. Schieben Sie das Rauchen auf, warten Sie fünf Minuten, bevor Sie sich eine Zigarette anzünden. Legen Sie einen Stopp-Tag fest, an dem Sie aufhören wollen.

Welche Auswirkungen hat Passivrauchen für Schwangere und Kinder?
Fitz: NichtraucherInnen oder Kinder, unter Alltagsbedingungen Tabakrauch ausgesetzt sind, atmen jeden Tag gesundheitsschädigende Stoffe ein, die einem Konsum von 1-2 Zigaretten entsprechen. Die Schadstoffe lagern sich auch in Möbeln und Teppichen ab und werden wieder abgegeben. Auch kalter Tabakrauch gefährdet die Gesundheit.

Gibt es immer noch viele Haushalte mit Kindern, in denen geraucht wird?
Fitz : Die Zahl ist sicher rückläufig, doch immer noch bedenklich. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungsinstitutes lebt mindestens die Hälfte aller Kinder in einem RaucherInnenhaushalt und sind dadurch potentiell gesundheitsgefährdet.

Was sind die schlimmsten Folgen des Passivrauchens?
Fitz: Entwicklungsstörungen, wie verzögertes Wachstum des Fetus, ein geringeres Geburtsgewicht oder der plötzliche Kindstod. Auch Atemwegserkrankungen wie Reizungen der Nase, verringerte Lungenfunktionswerte, Bronchitis, Asthma usw. bis zu Herz- und Gefäßerkrankungen können durch können durch Passivrauchen verursacht werden.

Hat Passivrauchen bei Erwachsenen und Kindern unterschiedliche Auswirkungen?
Fitz: Der kindliche Organismus ist gegenüber Tabakrauch besonders empfindlich, da Organe und Immunsystem noch nicht ausgewachsen bzw. entwickelt sind und Kinder ein höheres Atemminutenvolumen pro Kilogramm Körpergewicht haben als Erwachsene.

Was können RaucherInnen tun, um Kinder zu schützen?
Fitz: Machen Sie Ihre Wohnung und Ihr Auto zu einer rauchfreien Zone, indem Sie grundsätzlich nur draußen rauchen, auch wenn die Kinder nicht anwesend sind.
 
Was mache ich, wenn Gäste kommen, die rauchen?
Fitz: Weisen Sie auch Ihre Gäste darauf hin, dass Ihre Wohnung rauchfrei ist. Die meisten RaucherInnen wissen einfach nicht, wie sehr sie anderen mit dem Tabakqualm schaden. Bitten Sie, Großeltern, Babysitter und andere Bezugspersonen nicht in Anwesenheit Ihres Kindes zu rauchen. Schützen Sie sich und Ihre Kinder.



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