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Ihre Gesundheit steht an erster Stelle!

Fit und gesund von Anfang an

Wie kann ich verhindern, dass mein Kind übergewichtig wird?
Hämmerle: Seien Sie sich Ihrer Vorbildwirkung bewusst. Wenn Sie selbst einen bewussten Umgang mit Ihrer Gesundheit pflegen, sich gut ernähren und ausreichend bewegen, übernehmen die Kinder dieses Verhalten automatisch.

So einfach ist das aber nicht, wenn ich an die Vorlieben für Süßes bei meinen Kleinen denke.
Hämmerle: Da gebe ich Ihnen recht. Die Vorliebe für Süßes ist angeboren, denn in der Natur kommt nichts vor, was süß schmeckt und giftig ist. Außerdem ist Muttermilch süß und süß bedeutet schnell verfügbare Energie. Die brauchten unsere Vorfahren wenn sie von einem Säbelzahntiger flüchten mussten.

Kann man beim Stillen die Geschmacksvorlieben des Kindes beeinflussen?
Hämmerle: Ja, denn die Aromen der Nahrung gehen in die Muttermilch über. Der Vorteil: bereits bekannter Geschmack von Lebensmitteln wird nach dem Abstillen akzeptiert. Zudem haben Kinder, die gestillt werden ein geringeres Risiko, Übergewicht zu entwickeln.

Wie kann ich meinen Kindern Gemüse und Co denn schmackhaft machen?
Hämmerle: Das Ungeborene nimmt ab dem dritten Schwangerschaftsmonat den Geschmack des Fruchtwassers wahr, wovon es täglich zwischen 200 und 760 ml trinkt. Deshalb schaffen Sie mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung, zu der regelmäßig Obst und Gemüse gehört, eine gute Grundlage.

Was muss ich bei der Einführung von Beikost beachten?
Hämmerle: Beginnen Sie erst mit dem Zufüttern, wenn Ihr Kind ein halbes Jahr alt ist. Bis dahin sollte ausschließlich gestillt werden. Achten Sie auf die natürlichen Hunger- und Sättigungssignale des Kindes.

Was darf ich meinem Kind zum Essen geben?
Hämmerle: Beginnen Sie mit Gemüse. Sie können dabei selber Bio-Gemüsebrei zubereiten oder Gläschenkost wählen. Achten Sie allerdings darauf, Gläschenkost mit nur einer Gemüsesorte ohne weitere Zusätze zu wählen. Das gilt auch für Getränke: Vorsicht vor gesüßten Tees und Fruchtsäften.

Was kann ich sonst tun, damit mein Kind fit ins Leben startet?
Schirmer: Kinder brauchen Bewegung. Das ist nicht nur wichtig für ein ausgeglichenes Körpergewicht sondern entscheidend für die gesamte Entwicklung Ihres Kindes.

Was hat Bewegung mit der Entwicklung zu tun?
Schirmer: Die Regionen im Gehirn, die für das Denken und für das Erlernen von Bewegung zuständig sind, sind sehr eng miteinander verbunden. Gerade wenn Kinder neue Bewegungsmöglichkeiten entdecken, fördert das die Verknüpfung zwischen den einzelnen Gehirnzellen.

Im ersten Lebensjahr haben Babys doch kaum Bewegungsmöglichkeiten?
Schirmer: Für Babys ist fast alles eine neue Bewegung, die es zu lernen und trainieren gilt. Wenn sich Kinder im ersten Lebensjahr auf die Unterarme stützen, um besser sehen zu können oder sich von der Rücken- in die Bauchlage drehen, ist das echter „Leistungssport“.

Wie kann ich das zuhause fördern?
Schirmer: Wenn Ihr Baby seine ersten Drehversuche machen: Setzen Sie sich auf die vom Kind abgewandte Seite des Kindes. Sprechen Sie mit Ihrem Kind, es wird automatisch versuchen, den Kopf zu ihrer Stimme zu drehen.

Welche Möglichkeiten gibt es sonst?
Schirmer: Eine tolle Möglichkeit bietet auch das Babyschwimmen. Die Kinder haben einen angeborenen Reflex, die Luft anzuhalten, wenn Sie unter Wasser tauchen. In der Schwerelosigkeit des warmen Wassers fühlen sich die Babys pudelwohl. Sehr zu empfehlen ist  auch das Eltern-Kind Turnen. Hier gibt es in Vorarlberg an vielen Stellen Kurse für Eltern mit Ihren Kindern, wo es viel zu erleben gibt: Für Mama und Papa genauso wie für das Kind!


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