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Mehr Gesundheit für Ihre Familie

Hausübungen - leichter gemacht

Wie können Eltern Ihre Kinder bei den Hausaufgaben gut unterstützen?
Fitz: Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und Erholung, das ist eine wichtige Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen. Wichtig ist außerdem eine Pause von mind. 30 Minuten nach der Schule, bzw. nach dem Mittagessen, bevor mit den Hausaufgaben begonnen wird.

Sollen die Eltern bei den Aufgaben neben Ihren Kindern sitzen?
Fitz: Bei kleineren Kindern ist es in den ersten Schulwochen sinnvoll, dabei zu bleiben. Achten Sie jedoch darauf, nicht selbst aktiv zu werden. Alles was Kinder schon selber können, sollen sie auch selber tun, das stärkt ihr Selbstbewusstsein. Vermeiden sie es, die Schulsachen aus der Schultasche zu holen, den Bleistift für Ihre Kinder zu spitzen oder Ihnen Schritt für Schritt zu sagen, was sie tun sollen.

Sie meinen, Eltern sollen nur „still“ dasitzen?
Fitz: Eigentlich schon! Je zurückhaltender Eltern sind, desto selbständiger werden die Kinder. Sie können Ihre Kinder mit gezielten Fragen anleiten, wie z.B. „Was sollst du tun?“, „Was ist heute deine Aufgabe?“, „Was tust du als nächstes?“ usw. Damit regen Sie die Kinder zum Nachdenken an. Immer wenn Sie merken, dass Sie mehr tun, als Ihre Kinder, sollten Sie innehalten!

Was können Eltern tun, wenn Kinder bei den Hausübungen einfach nicht ruhig sitzen können und nichts weitergeht?
Schirmer: Nach einer gewissen Zeit müssen sich Kinder so sehr auf das Stillsitzen konzentrieren, dass nur noch ein Teil der Aufmerksamkeit für die Hausaufgaben übrig bleibt. Spätestens nach einer halben Stunde sollten Sie daher für eine Bewegungspause sorgen. Am besten lüften Sie gleichzeitig – das bringt Sauerstoff ins Zimmer und das Gehirn. Hausaufgaben zu machen und zu lernen bedeutet auch nicht unbedingt sitzen zu müssen. Vieles geht in Bewegung leichter.

Was meinen Sie mit „in Bewegung geht vieles leichter“?
Schirmer: Ein Gedicht oder das „Ein mal Eins“ zu lernen fällt im Sitzen garantiert schwerer, als in Schwung oder beim Auf- und Abgehen im Zimmer. Das Gehirn ist dabei stärker durchblutet, viele Bereiche warten quasi nur darauf, dass etwas Neues kommt – um es zu lernen. In lockerer leichter Bewegung begeben Sie sich in eine Art „Vorbereitungsphase“ des Lernens.


Haben auch Nahrungsmittel Einfluss auf die Leistungsbereitschaft?
Stöckler: Ja, zweifellos. Nach einem leichten Mittagessen haben Kinder deutlich mehr Elan für ihre Aufgaben als nach fettreichen oder üppigen Mahlzeiten. Auch die Hausübungen selbst durch eine kurze Pause zu unterbrechen, in der ein paar Obststückchen oder eine kleine Hand voll Nüsse gegessen werden, kann Wunder wirken. Da ein schwankender Blutzuckerspiegel belastet, ist es nicht ratsam, Kindern zwischendurch Traubenzucker oder andere Süßigkeiten zu geben.

Was kann man noch tun, damit die Konzentration nicht absinkt?
Stöckler: Wichtig ist regelmäßig zu trinken, denn Flüssigkeitsmangel geht mit einer erhöhten Fehlerquote einher. Um das Trinken nicht zu vergessen, am besten immer ein Glas Wasser griffbereit halten und vor jeder neuen Übung einen Schluck nehmen!

Gibt es für Eltern Anleitungen zu diesen Themen?
Stöckler: Ja, die Fachleute der aks Gesundheitsvorsorge haben gemeinsam mit erfahrenen Lehrpersonen das Projekt KiVi Kids…vital für Volksschulkinder entwickelt. In den KiVi-Arbeitsbüchern, die die Kinder in der Schule erhalten, finden Familien viele hilfreiche Tipps, die den Schulalltag erleichtern. In diesem Schuljahr wird KiVi in über 500 Volksschulklassen umgesetzt. Interessierte können sich  unter www.kivi.aks.or.at informieren und Lehrpersonen können ihre Schulklasse noch bis zu den Herbstferien für dieses Schuljahr anmelden.

 

Kontakt

aks Gesundheitsvorsorge
Rheinstraße 61
6900 Bregenz
T 055 74 / 202 - 0
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