Betreutes Wohnen: Unterstützung auf dem Weg zur Selbständigkeit
Betreutes Wohnen ist ein wichtiges Bindeglied zwischen der stationären Behandlung und dem selbständigen Wohnen. Nach dem stationären Aufenthalt im Krankenhaus sind viele Betroffene damit überfordert, wieder allein ihren Alltag zu meistern. Deshalb ist die Unterstützung durch die Wohngemeinschaft ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Selbständigkeit.
Bewältigung des Alltags
Eine seelische Erkrankung bedeutet tief greifende Veränderungen im Leben eines Menschen. Es kommt oft zu Beeinträchtigungen im sozialen und beruflichen Leben und kann zur Verunsicherung, zum Verlust der Selbständigkeit und zur sozialen Isolation führen. Die aks MitarbeiterInnen in den betreuten Wohnformen unterstützen die KlientInnen dabei, diese Beeinträchtigungen zu überwinden. Mit verschiedenen therapeutischen Maßnahmen wird der Umgang mit der Krankheit erleichtert, eine bessere Bewältigung des Alltages und der Aufbau der Selbständigkeit erzielt und die soziale Wiedereingliederung gefördert.
Aktivierung als Therapie
Dabei wird das Programm in den betreuten Wohneinrichtungen in Bludenz und Hard durch die Angebote der Sozialpsychiatrischen Dienste an den Außenstellen und in den aks Beschäftigungswerkstätten Ludesch und Hard ergänzt. So können die Sozialpsychiatrischen Dienste den KlientInnen ein umfassendes Angebot bieten, das auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die Möglichkeiten reichen je nach Interesse und Bedürfnissen von der Sportgruppe über gemeinsame Ausflüge und Wanderungen bis zur regelmäßigen Mitarbeit in den Beschäftigungswerkstätten. Im Vordergrund stehen die Bedürfnisse der Betroffenen und das Ziel, den KlientInnen eine Tagesstruktur mit einer sinnvollen Tätigkeit zu ermöglichen.
Selbständiges Wohnen als Ziel
Die meisten der BewohnerInnen führen nach der Rehabilitation in der WG ein selbständiges Leben, wobei sie von aks MitarbeiterInnen auch ambulant weiter betreut werden können. Die Länge des Aufenthalts in der WG richtet sich deshalb auch nach den jeweiligen Bedürfnissen, ist im Normalfall jedoch auf drei Jahre begrenzt. Für Menschen mit seelischen Erkrankungen, die längerfristig oder dauerhaft nicht mehr selbständig wohnen können, bietet das aks Wohnheim in Hard dauerhafte betreute Wohnmöglichkeiten.
24 Plätze in ganz Vorarlberg
Derzeit bietet die Wohngemeinschaften in Bludenz und das teilbetreute Wohnen in Hard Platz für 14 Personen. Im aks Wohnheim in Hard können weitere zehn Personen untergebracht werden, die längerfristig oder dauerhaft eine betreute Unterkunft benötigen. So können insgesamt 24 Personen in betreuten Wohneinrichtungen unterstützt werden. Die Zuweisung erfolgt durch den Arzt / die Ärztin oder das behandelnde Krankenhaus mittels Reha-Schein. Die betreuten Wohnformen des aks werden aus dem Sozialfonds des Landes finanziert. Die BewohnerInnen leisten einen geringen Selbstbehalt.
