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Gesundheit ist keine Glücksache

Einsatz von Botulinumtoxin A (BTX-A) im Kindes- und Jugendalter

Entscheidend sind dabei die Auswahl der PatientInnen und das richtige Timing. Bei Spastik oder Dystonie sollte auf die Dynamik geachtet werden. Ist ein Gelenk bereits kontrakt, wird ein orthopädisch-chirurgischer Eingriff erforderlich. Bei Spastik in den unteren Extremitäten empfiehlt sich der Beginn der BTX-Behandlung mit der Aufrichtung beziehungsweise mit dem beginnenden Gehen. Bei Armspastik sollten die entsprechenden Muskeln bei Bedarf bereits im 1. Lebensjahr injiziert werden.
Behandelt wird nach dem Multilevel-Prinzip, was bedeutet, dass alle involvierten Muskeln im Therapieplan berücksichtigt werden. Weiters ist das multidisziplinäre Behandlungskonzept wesentlich für einen längerfristig anhaltenden positiven Effekt von Botox.

Die aks Kinderdienste arbeiten hier eng mit dem Landeskrankenhaus Bregenz zusammen, wo diese Behandlung bereits seit acht Jahren erfolgreich durchgeführt wird. Das ermöglicht für die Kinder und Jugendlichen eine individuell zugeschnittene Behandlung unter frühzeitiger Einbeziehung von Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Auch die Planung von Therapiegipsen und/oder Orthesen, bei Bedarf die Hinzugabe adjuvanter Medikamente wie Lioresal (Baclofen) und das Hinzuziehen des Anästhesisten / der Anästhesistin ist so dadurch möglich.
Mehrere Strategien zur BTX-Injektion stehen zur Auswahl: Muskelfunktionsprüfung, Elektromyographie, Elektrosimulation und die Sonographie. Gerade bei Kindern kommt vor allem die Sonographie zum Einsatz, da diese bei kleinen Muskeln die besten Ergebnisse zeigt.

Ultraschallgezielte BTX-Injektionen:

  • Exakte Lokalisation in das Zentrum des Muskelbauches, auch in sehr kleine Muskeln.
  • Monitoring der Diffusion und adjustieren der Injektionsmenge.
  • Vermeidung von Injektion in Blutgefäße durch Einsatz von Farbdoppler.
  • Ultraschall ist nicht invasiv. 
  • Erhalten von Real-time Informationen zu Morphologie und Muskelgröße (echogene Transformation?, Atrophie?).
  • Erhalten von Real-time Informationen zur Verteilung von BTX (echogen?, wolkig?, Bolus?).
  • Überprüfung dynamischer Muskeleigenschaften:
    • Studien von aktiven Bewegungen.
    • Passive Studien: bei mental Retardierten, mangelnder Compliance.

Kontakt

aks Kinderdienste
Rheinstraße 61
6900 Bregenz
T 055 74 / 202 - 0
www.aks.or.at

 

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