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Es ist nie zu spät für den ersten Schritt!

ICF: Klassifizierung, gemeinsame Sprache, Paradigmenwechsel

Die zentrale Neuerung von ICF ist, dass die Auswirkungen der Erkrankung auf die Körperfunktionen, die Aktivitäten und auf die Teilhabe eines Menschen parallel zueinander und nicht in hierarchischer Abfolge aufeinander beschrieben werden. In der Neurorehabilitation bedeutet das, sich nicht nur auf die Funktionsstörung und Defizite zu konzentrieren. Ziel ist, einen Menschen zu befähigen, an seinem sozialen und gegebenenfalls auch beruflichen Leben wieder teilzunehmen.

Eine Behinderung entsteht nicht nur durch eine Funktionsstörung, sondern auch durch innere und äußere Kontextfaktoren, die die Teilhabe einschränken können. ICF bietet eine Klassifikation, die es ermöglicht, in einer gemeinsamen Sprache die Bereiche Körperfunktion, Aktivität, Teilhabe und Kontextfaktoren zu beschreiben. So können komplexe Situationen erfasst und verständlich dokumentiert werden.

Eine ganz wesentliche Frage dabei ist, ob eine Person behindert IST oder behindert WIRD. Darauf folgt: behindert wobei? Bei welcher Handlung und in welchem Bereich. Denn „die Behinderung“ pauschal gibt es nicht, so Dr. Fheodoroff.

Ziel der Neurologischen Rehabilitation ist die Erhaltung und Förderung bestmöglicher Selbstständigkeit der PatientInnen im Alltag und die Erleichterung des Umgangs mit ihren Defiziten.  So steht an vorderster Stelle die Teilhabe. Teilhabe an was und in welcher Form wird gemeinsam mit den PatientInnen definiert. Das kann vom aus dem Haus in den Garten gehen, um dort die Blumen zu gießen bis zur Teilnahme an einer Bergtour alles sein.


Kontakt

aks Sozialmedizin GmbH
Ambulante Neurologische Rehabilitation
Färbergasse 13
6850 Dornbirn
T 055 74 / 202 - 3000
www.aks.or.at

 

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