Geschwisterrivalität: Wenn die Familienharmonie leidet
Geschwister kann sich niemand aussuchen, ein Entkommen gibt es nicht und sie sind die längsten Beziehungen in unserem Leben. Auseinandersetzungen sind da in den meisten Fällen vorprogrammiert und oft beginnen sie schon früh. Deshalb sollten sich Eltern immer bewusst sein, dass Geschwisterrivalität eine völlig normale Verhaltensweise ist.
Die Konflikte beginnen oft schon, wenn das neue Geschwisterchen auf die Welt kommt. „Geschwister reagieren häufig stark auf ein neues Familienmitglied“, erklärt Matt. „Dies kann auch mit verschiedenen Auffälligkeiten verbunden sein, die das Kind zeigt, z. B. Einnässen, die Flasche wieder verlangen und sehr anhänglich zu werden.“ Auch aggressives Verhalten kann ein Zeichen sein, dass das Kind Schwierigkeiten hat das Geschwisterchen zu akzeptieren. In einer solchen Situation rät die Psychologin zu liebevoller Zuwendung, die das Kind unterstützt.
Oberflächlich gesehen, bezieht sich Geschwisterneid meistens auf äußere Unterschiede. Tatsächlich geht es jedoch um innere Werte, um Beziehungswerte, Anerkennung, Wertschätzung und um Mitgefühl und Liebe. „Wenn Kinder rivalisieren, sind sie bemüht, um die Liebe und Anerkennung von Mutter und Vater aber auch von den Geschwistern zu kämpfen“, erklärt Dr. Matt.
Die Psychologin rät, solche Konflikte nicht nur negativ zu sehen. „Sehen Sie die Herausforderung damit umzugehen als Entwicklungschance“, rät Matt. „So werden Ihre Kinder zu der Person, die sie selbst sein möchten, mit eigener Gestaltung des Lebens. Hier entwickelt sich, was sich im späteren Leben als Anerkennung des Anderen, des Andersartigen, aber Gleichwertigen, entfaltet wird.“
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