Kleine Hilfen – Große Erfolge
Bei einer neurologischen Erkrankung können Hilfsmittel den Alltag deutlich erleichtern. Das wichtigste Ziel ist dabei die größtmögliche Selbständigkeit der PatientInnen. Entscheidend ist, dass Hilfsmittel ihren Zweck erfüllen und das Leben vereinfachen.
Folgende Hilfsmittel sind in vielen Fällen nützlich:
- Toilettsitzerhöhungen: erleichtern das Aufstehen und Niedersitzen
- Duschen mit niedriger bzw. keiner Duschtasse: erleichtern den Einstieg
- An der Wand montierter Klappsitz in der Dusche
- Rutschfeste Fliesen oder Matten
- Seife an einer Schnur, die in der Dusche hängt, Seifenspender, Zahnpastaspender
- Elektrische Zahnbürsten
- Klettverschlüsse unter den Knöpfen (sieht wie zugeknöpft aus)
- Schlüsselringe an den Reisverschlüssen: erleichtern das Greifen
„Die Hilfsmittel müssen einfach zu bedienen sein und dürfen gleichzeitig nicht zu viel erleichtern, damit noch vorhandene Fähigkeiten nicht verloren gehen“ erklärt Verena Schiemer, Leiterin der Ambulanten Neurologischen Rehabilitation (ANR) des aks.
Die TherapeutInnen der ANR beraten bei der Wahl der richtigen Hilfsmittel und helfen auch bei der individuellen Anpassung. „Bei vielen Geräten macht es Sinn, sie einige Wochen im Alltag zu testen“, rät Schiemer.