Kinder brauchen Freiräume
Dies beginnt schon bei Säuglingen. Bereits da entscheiden Eltern wie viel Eigenständigkeit sie dem Kind zutrauen. Wenn Bezugspersonen einen Säugling hochheben, können sie dies über die Seite tun und dadurch dem Kind eine Mithilfe durch selbständiges Heben des Kopfes ermöglichen.
Ob Kinder mutige oder ängstliche Eltern haben, spielt eine große Rolle für die motorische Entwicklung. So kann ein Kind von den Eltern abgehalten oder unterstützt werden, Entdeckungsreisen in seiner Umgebung zu unternehmen.
Die Natur bietet unzählige Eindrücke, unterschiedlichste Materialbeschaffenheit und dadurch eine Vielzahl an Möglichkeiten motorische Fähigkeiten zu entwickeln. Im Freien werden alle Sinneseindrücke angesprochen.
Kinder sollten von klein an gelernt haben, sich draußen zu bewegen und auf die Gefahren immer wieder hingewiesen werden, bei gleichzeitiger Ermutigung für Erkundungsreisen.
Freiräume dienen dazu, die unterschiedlichsten Fähigkeiten zu entdecken und im eigenen Handlungsspielraum Sicherheit und Vertrauen zu finden. Fehlen Sicherheit und Vertrauen in Freiräume, sind dies meist ängstliche und unsichere Kinder.
Sollte sich das Kind verletzen, ist es wichtig, die Reaktionen des Kindes zu respektieren. Ablenken von der schmerzlichen Situation hat zur Folge, dass das Kind seine Gefühle nicht ausleben kann, sondern lernt sich von Gefühlen, wenn diese schwierig sind, zu distanzieren.
Wenn Eltern ihre Kinder zu stark behüten, haben diese grundsätzlich mangelnde Erfahrungswerte und ein geringeres Handlungsrepertoire. Dies macht sie in manchen Fähigkeiten anderen Kindern gegenüber unsicher. Eltern sollten Kinder von klein auf in ihrem eigenständigen Handeln unterstützen. Unter dem Motto „Gib mir soviel Hilfe wie ich benötige, um es selbst zu tun.“
Ermutigen Sie Ihr Kind trotz der eigenen Ängste die Dinge selbst zu tun. Dadurch erhält das Kind mehr Sicherheit, emotional und auch motorisch.
