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Ein Schritt zur besseren Gesundheit

Wenn Kinder Tics und Zwänge zeigen

Jedes fünfte Kind im Vorschulalter ist vorübergehend von Tics und Zwangshandlungen betroffen, welche durchaus auch hilfreich sein können. Zwang ist also keineswegs etwas grundsätzlich Unvernünftiges. Im Schulalter zeigt noch jedes zehnte Kind zeitweise ein solches Verhalten.
Zwanghafte Verhaltensweisen und Tics treten besonders leicht in einem Alter auf, in welchem Rituale generell sehr wichtig sind. Rituale sind kleine Handlungen die Sicherheit schaffen und  dem Kind das Gefühl geben, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Sie helfen Angst abzubauen und sich zu orientieren.

Sind sogenannte Schwellenängste bei notwendigen Entwicklungsschritten, wie der Eintritt in den Kindergarten vorhanden, können Zwangshandlungen notwendig werden. Hier benötigen Kinder manchmal verstärkt das Gefühl von Sicherheit inmitten ihrer Verunsicherung. Wiederkehrende Handlungen oder Bewegungen bieten dem Kind eine Möglichkeit, wie es mit Gefühlen, Ängsten und Befürchtungen umgehen kann, um wieder Sicherheit zu erlangen.

Bezugspersonen sind oft der Meinung, mit Ermahnungen könnte eine Reduktion erzielt werden. Dieser gewünschte Effekt, tritt nicht ein, weil   das Kind diese Handlungen nicht einfach unterlassen kann. Eine unterstützende Maßnahme ist, zu beobachten in welchen Situationen dieses Verhalten auftritt und dem Kind helfen seine erhöhten Spannungen abzubauen.

Die rituellen Handlungen sollten das Kind im Alltag nicht beeinträchtigen und nur ca. 10 Minuten in Anspruch nehmen.

Eine professionelle Begleitung wird notwendig wenn mehrere Tics gemeinsam auftreten, denn hier könnte auch das sog. Tourette-Syndrom vorliegen.

Unterstützen Sie das Kind mit Gesprächen über Gefühle und achten Sie darauf nachzufragen, statt mit Ideen und Lösungen aufzuwarten. Kinder entwickeln eigene  Lösungsmethoden, welche dann genau auf die jeweilige Struktur zutreffen.


 

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