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<b>Unser Zuhause</b> als wertvolles Gut

Unser Zuhause als wertvolles Gut

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Die Redewendung „My home is my castle“ drückt exakt die wichtige Bedeutung einer sicheren Unterkunft für uns Menschen aus. Welche Hilfen die aks gesundheit beim Verlust der Wohnung bietet, erklärt Dipl. Sozialarbeiterin Brigitte Plieger von den Sozialpsychiatrischen Diensten.

 

Welche Gründe führen zum Wohnungsverlust?

Plieger: Die Ursachen sind vielfältig. Der Mietvertrag endet oder die Trennung einer Partnerschaft erzwingt die Veränderung. Auch Mietrückstände oder eine aktuelle psychische Krise können Auslöser für die drohende Wohnungslosigkeit sein. Der Verlust der Unterkunft ist meist ein länger andauernder Prozess.

               

Was können Menschen in dieser Notlage tun?

Plieger: Sich frühzeitig Unterstützung holen und Kontakt mit den zuständigen Einrichtungen aufnehmen. Dies sind in erster Linie Organisationen, die in der ARGE Wohnungshilfe vernetzt sind. Dazu zählen: Caritas, DOWAS, IfS, Kaplan Bonetti Sozialwerke und die Kolpinghäuser Bregenz und Götzis. Menschen in einer psychischen Krisensituation oder mit einer psychischen Störung wenden sich an eine Einrichtung der Sozialpsychiatrie.

 

Stellen sich psychisch Erkrankten besondere Anforderungen?

Plieger: Stabilität spielt für diese Personengruppe eine große Rolle, dazu gehören in hohem Maß gesicherte Wohnverhältnisse. Das Ende eines Mietvertrages, ohne Aussicht auf eine leistbare Alternative, kann ihre gesundheitliche Situation verschlechtern. Durch die Veränderung der Wohnsituation entstehen Aufgaben, die häufig ohne Hilfe nicht bewältigbar sind. Oft kennen psychisch erkrankte Menschen Unterstützungsangebote gar nicht oder sie werden aus einem Gefühl der Überforderung heraus nicht beansprucht.

 

Wann ist „betreutes Wohnen“ eine Option?

Plieger: Die Beratung richtet sich immer nach der individuellen Situation der Klientin oder des Klienten. Wir suchen die bestmögliche Lösung. Falls ein eigenständiges Wohnen krankheitsbedingt nicht möglich ist, erschließen wir Angebote für betreutes Wohnen. Dieses bietet Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit der Erkrankung und einer Neuorientierung. Neben den Reha- und Langzeitwohngemeinschaften der aks Sozialpsychiatrischen Dienste bieten die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten an.

 

Welche Rolle spielen therapeutische Wohngemeinschaften?

Plieger: Eigenständiges Wohnen hat einen hohen Stellenwert. Die Entscheidung, in eine therapeutische Wohngemeinschaft umzuziehen, wird oft als persönliches Scheitern erlebt. Dabei bieten gerade diese Einrichtungen einen geschützten Rahmen in und nach psychischen Krisen. Alltagspraktische Abläufe werden trainiert und eine gesundheitliche Stabilisierung ermöglicht.

 

Gibt es weitere Angebote?

Plieger: Die Sozialpsychiatrischen Dienste der aks gesundheit bieten auch ambulant betreutes Wohnen an. Die Förderung in den eigenen vier Wänden hilft bei der Bewältigung des Alltages und dem Aufbau einer Wochenstruktur. Einen wichtigen Beitrag leisten Freizeit- und Therapieangebote. Zudem wird die Unterstützung anderer Institutionen organisiert, zum Beispiel Mobile Hilfsdienste, Krankenpflegevereine oder Sozialpatinnen und Sozialpaten der Caritas.

  

Was ist die genaue Zielsetzung?

Plieger: Die Dauer aller Angebote der aks gesundheit orientiert sich am jeweiligen Betreuungsbedarf. Dies gilt auch für die Langzeitwohnmöglichkeiten. Das Ziel ist die Erreichung beziehungsweise Rückgewinnung einer möglichst großen Selbstständigkeit.

 

Wie setzt sich das Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterteam zusammen?

Plieger: Für die Erarbeitung individuell passender Lösungen greifen wir auf die speziellen Kompetenzen und Schwerpunkte unterschiedlicher Berufsgruppen zurück. Diese sind in den multiprofessionell zusammengesetzten Teams der Sozialpsychiatrischen Dienste der aks gesundheit vertreten.

 

Wie sieht die Unterstützung konkret aus?

Plieger: Wir unterstützen unsere Klientinnen und Klienten bei der Suche nach geeigneten Wohnmöglichkeiten. Dabei besteht eine besondere Herausforderung im Mangel an leistbarem Wohnraum. Uns ist deshalb der regelmäßige Kontakt zu den Wohnungsämtern und den Organisationen der ARGE Wohnungshilfe äußerst wichtig. Im Bedarfsfall helfen wir auch bei der Beantragung finanzieller Unterstützung.

Veröffentlicht am:
06. Nov. 2013
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