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Gesundheit ist keine Glücksache

Vorarlberger Stillstudie: weniger Frauen stillen

Generell ist die Stillrate von 2005 bis 2007 von 84% auf 79% zurückgegangen. Bei Frauen, die nicht rauchen und eine natürliche Geburt hatten, ist die Stillrate hingegen nahezu gleich geblieben. Positiv ist die Situation bei den Migrantinnen. Hier werden 97% der Kinder gestillt. Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der Frauen, die die empfohlenen sechs Monate lang stillt. Waren es 2005 noch 22 Prozent stillten 2007 bereits 36 Prozent der Mütter ihr Kind sechs Monate lang.

Kaiserschnitte und Raucherinnen als Problemgruppen
Von 2005 bis 2007 ist die Zahl der Raucherinnen um 8% gestiegen. Gleichzeitig stillen Frauen, die rauchen, weniger häufig. Auch wenn es besser wäre, nicht zu rauchen, überwiegen die Vorteile des Stillens, vorausgesetzt die Mutter raucht mäßig und gezielt. Bei Kaiserschnitt-Geburten ist die Situation ähnlich. Während 89% der Neugeborenen nach einer normalen Geburt gestillt werden, sind es nach Kaiserschnitt nur 52%.

Stillhotline wird gut angenommen
Besonders gut angenommen wird die Stillhotline, die täglich von 8 bis 20 Uhr unter der Telefonnummer 0664 / 151 2000 erreichbar ist. Während 2005 740 und 2006 850 Anrufe verzeichnet wurden, waren es 2007 bereits 1125.


Informationsoffensive geplant
Nun sind die wichtigsten Zielgruppen junge Frauen, Raucherinnen und Frauen mit Kaiserschnittgeburt. Deshalb wurde ein Konzept speziell für die Stillinformation in Schulen entwickelt. Ziel ist, schon bei Jugendlichen ein Bewusstsein zu schaffen, wie wichtig das Stillen ist. Im Herbst werden in Zusammenarbeit mit dem Weiterbildungszentrum des EU-Projektes „Kinder im Gleichgewicht“ ElternberaterInnen, Hebammen und ArzthelferInnen zum Thema Säuglingsernährung geschult.

Vorteile des Stillens

  • spart ca. 75,-- € pro Monat
  • fördert den Abbau von Fettpölsterchen der Mutter gezielt an Bauch und Po
  • senkt das Brustkrebsrisiko der Mutter
  • stärkt die Abwehrkräfte und beugt Allergien vor
  • fördert die Ausbildung des Kiefers sowie der Mundmuskulatur des Kindes und unterstützt damit die Sprachentwicklung und beugt Zahnfehlstellungen vor


Kontakt

aks Gesundheitsvorsorge
Rheinstr. 61
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