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Mehr Gesundheit für Ihre Familie

Auf dem Weg zum gesunden Getränkeangebot an Schulen

„Ziel der Arbeitsgruppe ist es die Verhältnisse an den Vorarlberger Schulen dahingehend zu verändern, dass weniger zuckerreiche Getränke an Schulen verkauft werden und dass die SchülerInnen über die Vorteile von gesunden Getränken wie Wasser, Mineralwasser und gespritzten Fruchtsäften Bescheid wissen“, so VGKK-Obmann Manfred Brunner.
Richtig trinken für Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Trinken ist wichtig für die schulische Leistung
„Regelmäßig und ausreichend zu trinken ist eine wichtige Voraussetzung für gute schulische Leistungen. Entscheidend ist allerdings, die richtigen Getränke auszuwählen, denn ein hoher Zuckerkonsum geht mit Blutzuckerschwankungen sowie verminderter Konzentrations- und Leistungsfähigkeit einher“, informiert Angelika Stöckler von der aks Gesundheitsvorsorge. Außerdem begünstigt der regelmäßige Konsum von Softdrinks die Entstehung von Übergewicht. Konsumiert beispielsweise ein/e SchülerIn im Laufe eines Schuljahrs täglich einen halben Liter eines gängigen Softdrinks, so können aus der darin enthaltenen Energie rund 6 kg Körperfett aufgebaut werden.

80% der Schulkinder trinken Wasser
Zur Unterstützung der Leistungsbereitschaft und um das Risiko für die Entstehung von Übergewicht zu minimieren, sollten Kinder daher so früh wie möglich an regelmäßiges Wassertrinken gewöhnt werden. „Das ist – unterstützt durch zahlreiche Maßnahmen wie das EU-Projekt „Kinder im Gleichgewicht“ – in unseren Kindergärten und Volksschulen bereits bestens gelungen, denn 80% der Volksschulkinder trinken täglich in der Schule Wasser“, berichtet Landesrat Siegi Stemer. Mit zunehmendem Alter ändern sich die Trinkgewohnheiten sowie das Getränkeangebot an Schulen maßgeblich. „Um hier entgegen zu steuern, ist es uns wichtig, Schulen in ihrem Prozess zur Gestaltung eines gesundheitsförderlichen Umfeldes zu begleiten und bei bewusstseinsbildenden Maßnahmen zu unterstützen“, versichert der Landesrat.

Getränkesortiment an Schulen
Wie sich bei der Erfassung des aktuellen Verpflegungsangebotes an Schulen gezeigt hat, stehen an allen mittleren und höheren Schulen des Landes Getränkeautomaten.
„Knapp 80% der mittleren und höheren Schulen bieten auch besonders zuckerreiche Softdrinks wie Limonaden, Cola und Eistee an“, zitiert Angelika Stöckler von der aks Gesundheitsvorsorge die Studienergebnisse.
Derzeit verfügen 15% der Hauptschulen bzw. Vorarlberger Mittelschulen über Getränkeautomaten, in denen allerdings vorwiegend gespritzte Fruchtsäfte, „Wellnessdrinks“ und Mineralwasser angeboten werden. In 71% der polytechnischen Lehrgänge stehen Getränkeautomaten. Zwei Drittel führen Limonaden und Cola, je 20% Eistees und „Wellnessgetränke“.

Angebot und Trinkgewohnheiten ändern
Die WHO empfiehlt an Schulen, die von Kindern unter 12 Jahren besucht werden, keine Süßgetränke anzubieten, denn für eine gesunde Entwicklung sollten Kinder und Jugendliche maximal 10% der konsumierten Energie in Form von Zucker aufnehmen. Das entspricht je nach Alter nicht mehr als 11-19 Stück Würfelzucker.

Zuckergehalt beliebter Getränke beachten
Neben Süßwaren, gezuckerten Milchprodukten und Gebäck tragen vor allem Getränke maßgeblich zu unserem überhöhten Zuckerkonsum bei, der laut Statistik Austria mit rund 38 kg pro Kopf und Jahr wesentlich über den Empfehlungen von maximal 18-25 kg liegt.
Der Zuckergehalt von Getränken wird laut Stöckler leider häufig unterschätzt: „In einem Liter Limonade oder Cola stecken etwa 25 Stück Würfelzucker. Eistee bringt es auf rund 18 und auch in diversen „Wellnessgetränken“, die an Mineralwasser erinnern, stecken immerhin noch 10-11 Stück Zucker.“

Erste Ergebnisse der Arbeitsgruppe
Als Ergebnis der Arbeitsgruppe präsentiert GKK-Obmann Brunner den von der Vorarlberger Gebietskrankenkasse finanzierten Beratungsscheck. „Dank des Beratungsschecks kann eine Ernährungsberaterin zu einem zweistündigen Beratungsgespräch zur Verbesserung bzw. Neugestaltung des Verpflegungsangebots in die Schule oder in die Sitzung des Schulgemeinschaftsausschusses, der über das Verpflegungsangebot an mittleren und höheren Schulen entscheidet, eingeladen werden“, informiert Brunner. In den nächsten Tagen erhalten alle Vorarlberger Schulen einen Beratungsscheck.


Zusammenarbeit mit Schulen
„Ein weiterer, wichtiger Schritt zur Verbesserung des Verpflegungsangebotes an Schulen sind die Anpassungen der Verträge, die der Landesschulrat mit den Kantinenbetreibern abschließt, mit der darin enthaltenen Leitlinie für die Optimierung des Verpflegungsangebotes“, versichert Beate Köb vom Landesschulrat.
Außerdem empfiehlt die Arbeitsgruppe gezuckerte Getränke nicht täglich als Durstlöscher zu konsumieren, sondern nur selten und sparsam zu genießen. Unter der Mitberücksichtigung von Umweltaspekten rät sie allen DirektorInnen, ElternvertreterInnen, SchülervertreterInnen und SchulärztInnen sich für das Aufstellen von Wasserbrunnen und Wasserspendern, die direkt an das Leitungsnetz angeschlossen werden, stark zu machen, statt weitere Getränkeautomaten in Schulen zu platzieren. Bestehende Getränkeautomaten sollten  ausschließlich mit gespritzten Fruchtsäften, Wasser und Mineralwasser bestückt werden.

Kontakt

aks Gesundheitsvorsorge
Rheinstr. 61
6900 Bregenz
T 055 74 / 202 - 0
E-Mail

 

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