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Es ist nie zu spät für den ersten Schritt!

Lebensstil ist wichtigste Ursache für Krebserkrankungen

„Lungenkrebs ist die Todesart Nummer eins unter den Krebserkrankungen. Fast 90 Prozent der rund 1.000 Fälle in Vorarlberg wären vermeidbar wenn weder aktiv noch passiv geraucht wird“, so Prim. Dr. Hans Concin, Leiter des Krebsregister Vorarlberg,  bei der Präsentation der 2. Auflage Krebsatlas Alpenraum. „Aus medizinischer Sicht ist deshalb nur ein absolutes Rauchverbot sinnvoll“, fordert Dr. Günter Diem, Geschäftsführer der aks Gesundheitsvorsorge.

Schlechter Lebensstil verursacht Krebs

Während Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionserkrankungen rückläufig sind, setzt sich dieser Trend beim Krebs nicht fort. „Der schlechte Lebensstil macht bei Krebserkrankungen die Fortschritte der Medizin zunichte“, so Dr. Concin. Besonders kritisch sind dabei

  • Rauchen und Alkoholkonsum

  • Übergewicht Fettleibigkeit

  • Geringer Obst- und Gemüsekonsum

  • Bewegungsmangel

  • Ungeschützter Sexualverkehr

  • Umweltverschmutzung und Feinstaubbelastung


Derzeit erkranken in Vorarlberg jährlich rund 2.000 Personen an Krebs. In 700 Fällen pro Jahr führt Krebs in Vorarlberg zum Tod.

Internationale Vergleiche

Der Krebsatlas Alpenraum ermöglicht einen Überblick, wie sich Krebserkrankungen im Alpenraum entwickeln, welche möglichen Parallelen es zwischen den einzelnen Ländern gibt und wie die Lebensbedingungen in diesen Ländern zu beurteilen sind. Im Krebsatlas Alpenraum werden die bösartigen Tumorerkrankungen und die damit zusammenhängenden Todesfälle im Zeitraum von 2001 bis 2005 in den Alpenländern Österreich, Schweiz, Italien und Slowenien verglichen. Der Vergleich der Daten aus dem Tumorregister über bösartige Tumore zwischen angrenzenden Regionen erlaubt es, mögliche Unterschiede zwischen diesen Gebieten zu erforschen und dadurch genauere Strategien für die Gesundheitsvorsorge zu erarbeiten.

Empfehlungen

Eine deutliche Reduktion der Erkrankungen und Todesfälle durch Krebs kann in erster Linie durch primäre Prävention, d.h. durch Beeinflussung von Lebensstil und Umweltfaktoren erzielt werden. Ein gesunder Lebensstil (Bewegung, Ernährung, Lebensfreude, Rauchfreiheit und mäßiger Alkoholkonsum) und die Reduktion von Umweltfaktoren mit erhöhtem Risiko können das Krebsrisiko deutlich reduzieren.


Kontakt

Public Health Institut
Rheinstr. 61
6900 Bregenz
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