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Wie Wissenschaft Gesundheit schafft

Wie Wissenschaft Gesundheit schafft

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der „VHM&PP“, einer der weltweit bedeutendsten Gesundheitsdatenbanken, lud der Fachbereich Wissenschaft zu einer Pressekonferenz in die aks-Zentrale.

 

Das Vorarlberger Gesundheitsmonitoring & Präventionsprogramm (VHM&PP) der aks-Wissenschaft ist eine der größten Gesundheitsdatenbanken weltweit. Schon Mitte der 1960er Jahre wurden erste Daten im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen erhoben, seit 1985 wurden sie systematisch im Rahmen des VHM&PP gesammelt. Daraus entwickelte sich über die Jahrzehnte ein Datenschatz, der bis heute für die Wissenschaft von großer Bedeutung ist. Die erste Studie mit richtungsweisenden Ergebnissen wurde vor 20 Jahren veröffentlicht.

 

Bewusstsein für Herzgesundheit geschaffen

 

„Der Erkenntnisgewinn aus diesen Untersuchungen kommt nicht nur der Vorarlberger Bevölkerung zugute, sondern hat auch international große Beachtung gefunden“, erinnert sich Hanno Ulmer, Erstautor der 2003 veröffentlichten Studie des VHM&PP mit dem Titel „Long-term tracking of cardiovascular risk factors among men and women in a large population-based health system“. Die Studie legte den Grundstein für die Erforschung von Herz-Kreislauf-Risikofaktoren und ihre langfristigen Auswirkungen. Sie half damit entscheidend mit, den Fokus auf die Prävention von Herzerkrankungen zu richten und ein Bewusstsein für Risikofaktoren zu schaffen.

 

Ausgezeichnet und international vernetzt

 

„Die ausgezeichnete Qualität und der große Umfang des VHM&PP haben zu Kooperationen der aks-Wissenschaft mit höchst renommierten internationalen Institutionen zur Veröffentlichung wissenschaftlicher Studien in den weltweit besten Fachzeitschriften geführt“, erklärt Hans Concin, Initiator des VHM&PP und langjähriger Leiter der aks-Wissenschaft. Seit mittlerweile 20 Jahren werden die Daten unter dem Namen VHM&PP für epidemiologische Forschungszwecke genutzt und in internationalen Journalen, wie zum Beispiel „The Lancet“ oder dem „New English Journal of Medicine“ publiziert.

 

 

Einmalige Datenverknüpfung

 

Wie Wissenschaft Gesundheit schafft? Zum einen durch die Größe der Gesundheitsdatenbank und zum anderen durch die einzigartige Fähigkeit des VHM&PP verschiedene Datensätze miteinander zu verknüpfen. Das Ergebnis: Aussagekräftige und für die Gesundheitsvorsorge relevante Studienergebnisse, wie zum Beispiel die Auswirkungen von Adipositas (Body-Mass-Index über 30). Werden die Daten adipöser Menschen mit einer Diabetesvorstufe (=Insulinresistenz/ TyG-Index) verknüpft, ist zu erkennen, dass sich für diese das Risiko für Krebserkrankungen, schwere Nierenerkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stark erhöht. Die Folge: In der Gesundheitsförderung gewinnt das Thema gesunde Ernährung und Bewegung u.a. deshalb zusehends an Bedeutung, um präventiv möglichst früh diesen schweren Erkrankungen entgegenzuwirken.

 

Aktuelles Thema Datensicherheit

 

Aktuelles Thema bleibt die Datensicherheit: „Das 20-jährige Jubiläum ist nicht nur eine Gelegenheit auf unsere Erfolge zurückzublicken, sondern auch eine Verpflichtung zur sorgsamen Verwaltung der Gesundheitsdaten der Vorarlberger Bürgerinnen und Bürger“, betont Emanuel Zitt, ärztlicher Leiter der aks-Wissenschaft. „Deshalb sollte es für die Gesundheitsforschung im Land von oberster Priorität sein, die Daten der Vorsorgeuntersuchungen der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger wieder im Land zusammenzuführen“, weist auch Kristin Ganahl, Leiterin der aks-Wissenschaft auf die Bedeutung der anonymisierten Nutzung bevölkerungsbasierter Daten zu wissenschaftlichen Zwecken hin, „um auch in Zukunft anonymisierte wissenschaftliche Auswertungen gesichert durchführen zu können.“

 

20 Jahre Förderung der Gesundheit

 

Das Vorarlberg Health Monitoring & Promotion Programme bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Unterstützerinnen und Unterstützern und bei der gesamten Vorarlberger Bevölkerung für 20 Jahre kontinuierlicher Forschung und Bemühungen zur Förderung der Gesundheit.  „Ein besonderer Dank gilt dem Land Vorarlberg für die Finanzierung dieses wichtigen Programmes. Wir sind stolz auf die Erfolge unserer aks-Wissenschaft und optimistisch, auch in Zukunft weiterhin einen wertvollen Beitrag mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Gesundheit und zum Wohlbefinden der Vorarlberger Bevölkerung zu leisten“, meint Georg Posch, Geschäftsführer der aks gesundheit GmbH abschließend.

 

Die Publikationen der letzten sechs Jahre (2018-2023) sind im aktuellen dritten Sammelkompendium der aks-Wissenschaft zusammengefasst:

 

Link zum Kompendium 3, 2018 – 2023 (neu!)

Link zum Kompendium 2, 2013 – 2017

Link zum Kompendium 1, 1989 – 2013

Veröffentlicht am:
21. Nov. 2023
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