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Suizidbericht 2018

Suizidbericht 2018

2018 erreichte die Suizidrate in Vorarlberg den tiefsten Wert der letzten 50 Jahre!

Seit 1987, nun also zum 31. Mal, wird der Vorarlberger Suizidbericht von der aks gesundheit in Zusammenarbeit mit Prim. Prof. Dr. Reinhard Haller, Prim. Dr. Albert Lingg und MMag. Dr. Isabel Bitriol-Dittrich jährlich zum Suizidpräventionstag am 10. September veröffentlicht.

 

Im Jahre 2018 wurden in Vorarlberg 37 Suizide registriert. Damit weist unser Bundesland erneut eine erfreulich niedrige Zahl auf. Nach einem Höchststand Mitte der 80er Jahre geht die Zahl der Selbsttötungen in Österreich anhaltend zurück: wurden 1986 national noch 2139 Suizide registriert, waren es im vergangenen Jahr 1209 Suizide. Damit hat sich, rechnet man das Bevölkerungswachstum mit ein, in diesem Zeitraum die Zahl der Selbsttötungen mehr als halbiert!

 

Suizidraten

Aussagekräftiger wie absolute Zahlen ist die Suizidrate, d. h. die Zahl der Suizide / 100.000 Einwohner. Lag die Rate Mitte der 80er Jahre auch in Vorarlberg noch deutlich über 20, liegt sie 2018 mit 9,5 deutlich unter dem gesamtösterreichischen Schnitt von 13,5. Das von der WHO um die Jahrtausendwende ausgegebene Ziel, die Suizidrate unter 15 zu drücken, wurde damit in Österreich wieder erfüllt. Für Vorarlberg bedeutet eine Suizidziffer von 9,5 den tiefsten Wert der letzten 50 Jahre!

 

Geschlechtsverteilung

Das Jahr 2018 weist für unser Bundesland eine Besonderheit auf: Das üblicherweise 3-4:1 Verhältnis männlicher zu weiblichen Suiziden, in den übrigen Bundesländern weiterhin gegeben, hat sich auf 2:1 verändert; dies zu interpretieren ist bei einer insgesamt besonders niedrigen Zahl an Selbsttötungen schwierig. Selbsttötungen bei Männern sind bekanntlich besonders im Zusammenhang mit Kurzschlussreaktionen (Kränkungen in Beziehungskrisen, am Arbeitsplatz u. ä.) und im Rahmen von Suchtkrankheiten zu finden, hier schon von einer beginnenden Trendwende zu sprechen, wäre verfrüht.

 

Altersverteilung

Die Betrachtung der Altersverteilung in einem bestimmten Beobachtungsjahr ist aufgrund der (für statistische Berechnungen) kleinen Zahlen schwierig; Hier sind wir auf Analysen längerer Zeiträume und dann Einrechnung der Jahrgangsstärken angewiesen.

2018 war kein Kindersuizid zu beklagen, österreichweit deren 6; im Vergleich zu früheren Zeiten belegt dies das weit seltenere Vorkommen dieses bedrückenden Ereignisses. Krebs, Suizide und Unfälle sind bei Jugendlichen und Erwachsenen bis 40 übrigens in Österreich die häufigsten Todesursachen.

 

Schwerpunkt 2018: Angehörige und Suizid

Todesfälle jeglicher Art lösen bei Angehörigen und Freunden Trauer, Betroffenheit und in vielen Fällen auch Schuldgefühle aus. Besonders ist dies bei Suiziden der Fall, welche die Hinterbliebenen mehr belasten als ein natürlicher oder schicksalhafter Tod. Suizide ereignen sich meist unerwartet und plötzlich, treffen oft junge und ansonsten gesunde Menschen. Sie rücken die Frage nach dem „Warum?“ in den Vordergrund, führen zu Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen, häufig zu komplizierten und verlängerten Trauerreaktionen und bringen eine Reihe von Belastungen mit sich, die es bei einem „gewöhnlichen“ Todesfall nicht zu ertragen gibt: Regelhaft werden kriminalistische oder polizeiärztliche Ermittlungen durchgeführt, die Angehörigen werden umfassend befragt, oft sind sie mit Abschiedsbriefen konfrontiert, reagieren mit Scham und Verdrängung und müssen sich angedeuteten Vorwürfen oder offenen Schuldzuweisungen stellen.

 

Wollen Sie mehr zum Suizidbericht 2018 erfahren, finden Sie ihn hier –> Suizidbericht 2018 zum Download.

 

Kontakt

aks gesundheit GmbH

Rheinstraße 61

6900 Bregenz

T 055 74 / 202 – 0

www.aks.or.at

Ein Unternehmen der aks Gruppe

 

Veröffentlicht am:
30. Sep. 2019
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